Ab Juli 2013 werden das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, und die Fudan-Universität in Shanghai die wachsende Bedeutung Chinas in der Weltwirtschaft mit monatlich erhobenen Konjunktur- und Wirtschaftsdaten unterlegen. Im Rahmen des neu geschaffenen "China Economic Panel" (CEP) befragt das ZEW in Kooperation mit dem Financial Research Center der Universität Fudan China-Experten aus Finanz-, Research- und volkswirtschaftlichen Abteilungen von Banken, Versicherungen, Kapitalanlagegesellschaften und Industrieunternehmen in China, Deutschland und weltweit.

Die Experten werden um ihre Einschätzung zur aktuellen wirtschaftlichen Lage Chinas und zur erwarteten konjunkturellen Entwicklung in den kommenden sechs Monaten gebeten. Ebenfalls befragt werden die Experten zu ausgewählten Finanz- und Fundamentaldaten der Volksrepublik, also beispielsweise dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, der Inflation, den Zinssätzen, verschiedenen Börsenindizes, Wechselkursen oder Immobilienpreisen. Von den Teilnehmern des CEP werden zum Teil Punkt- zum Teil Richtungsprognosen abgegeben. Das ZEW wird die Ergebnisse des CEP erstmals veröffentlichen am 10. Juli 2013 um 10:00 Uhr.

Das ZEW, das bereits seit einigen Jahren gute Kontakte zu Forschungseinrichtungen in der Volksrepublik unterhält, konnte mit Fudan eine der führenden Universitäten Chinas als Kooperationspartner für das CEP gewinnen. „Durch die Zusammenarbeit mit unserem chinesischen Partner stellen wir sicher, dass wir auch Experteneinschätzungen aus China selbst in die Befragung einbeziehen und so eine fundierte Innenansicht zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes erhalten“, unterstreicht Dr. Gunnar Lang, stellvertretender Forschungsbereichsleiter Finanzmärkte am ZEW, den besonderen Wert der Zusammenarbeit mit der Fudan-Universität.

Das ZEW selbst verfügt über langjährige Erfahrung in der Konzeption und Erhebung von Umfragen zu Konjunktur- und Wirtschaftsdaten. So werden von dem Forschungsinstitut bereits seit mehr als 20 Jahren die ZEW-Konjunkturerwartungen, einer der führenden Frühindikatoren für Deutschland und den Euroraum erhoben. Darüber hinaus führt das ZEW in Kooperation mit der Credit Suisse und der Erste Group Bank regelmäßig Expertenbefragungen zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung in der Schweiz sowie in Österreich und verschiedenen Ländern Osteuropas durch.

Weitere Informationen zum China Economic Panel

Dr. Gunnar Lang, Telefon 0621/1235-372, E-Mail lang@zew.de

Datum

02.07.2013

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