Sozioökonomische Einflussfaktoren von Wissenserwerb in sozialen Netzwerken

Sozioökonomische Einflussfaktoren von Wissenserwerb in sozialen Netzwerken

Im Rahmen des interdisziplinären WissenschaftsCampus Tübingen "Bildung in Information-sumwelten" untersuchte das Projekt die Internetplattform Wikipedia als ein beispielhaftes öffentliches Gut, zu dem Internetnutzer dezentral Wissen beitragen. Über die Hyperlinkstruktur von Wikipedia entstehen Netzwerke von Autoren und Artikeln. Im Projekt wurde der Zusammenhang von Netzwerkstruktur und Wissensgenerierung analysiert und ein Vergleich mit komplementären psychologischen Analysen gezogen.

Ausgangsfrage war dabei, inwieweit neue Links, die auf einen Artikel innerhalb der Wikipedia verweisen, eine größere Aufmerksamkeit auf diesen Artikel ziehen und damit Autoren zu weiteren Beiträgen anregen. Die Ergebnisse einer Paneldatenanalyse zeigen, dass Links von benachbarten Artikeln derselben Themenkategorie für die Generierung neuer Inhalte besondere Bedeutung zukommt. Auch wenn ein Artikel massiv an Zentralität gewinnt, weil er mit dem Netzwerk einer Kategorie erstmalig verbunden wird, hat dies einen langfristigen positiven Effekt auf sein Wachstum. Über das Gesamtprojekt "Eine Infrastruktur zur Analyse sozialer Netzwerke" ist das ZEW mit dem WissenschaftsCampus Tübingen "Bildung in Informationsumwelten" assoziiert.

Über das Gesamtprojekt  "Eine Infrastruktur zur Analyse sozialer Netzwerke" ist das ZEW mit dem WissenschaftsCampus Tübingen "Bildung in Informationsumwelten" assoziiert.

Projektteam

Marianne Saam

Marianne Saam

Leitung
Senior Researcher

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Irene Bertschek

Irene Bertschek

Leitung

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Michael Kummer

Michael Kummer

Research Associate

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Friedhelm Pfeiffer

Friedhelm Pfeiffer

Stellvertretende Leitung

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Ausgewählte Publikationen

Kummer, Michael, Marianne Saam, Iassen Halatchliyski und George Giorgidze (2016), Centrality and Content Creation in Networks - The Case of Economic Topics on German Wikipedia, Information Economics and Policy Volume 36, Issue C , 36-52

Kontakt

Senior Researcher, Prof. Dr. Marianne Saam
Telefon +49 (0)621 1235-285