Der Wert von Daten ist zu einem zentralen Thema der öffentlichen Debatte geworden. Auf der einen Seite bergen neue, auf Daten basierende Technologien ein enormes Innovationspotential aufgrund besserer Informationsflüsse und Entscheidungsqualität. Auf der anderen Seite können (zu viele) Daten in den falschen Händen auch erhebliche gesellschaftliche Risiken mit sich bringen, insbesondere im Hinblick auf die Privatsphäre. Sowohl Innovationen als auch ein ausreichendes Maß an Privatsphäre sind wichtige langfristige Ziele einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik.


Ziel dieses Projekts ist es, die Wirkung der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vor dem Hintergrund dieses Zielkonflikts zwischen Innovationen und dem Schutz der Privatsphäre im internationalen Kontext, insbesondere aus europäischer Perspektive, empirisch zu untersuchen. Die DSGVO sieht vor allem eine Stärkung von Rechten jedes Einzelnen über seine personenbezogenen Daten vor. Kritische Stimmen mahnen, dass durch die mit der Regulierung einhergehenden Auflagen zum Umgang mit Daten die Innovationskräfte neuer Anwendungen gebremst werden. Dies hätte aus europäischer Sicht zudem Implikationen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit, da führende Länder wie die USA oder China über weitaus weniger restriktive Datenschutzgesetze verfügen.


Im Zentrum der empirischen Analysen des Projektteams steht der Online-Markt für mobile Applikationen, der durch eine wachsende Relevanz, eine hohe Innovationsdynamik und den vielfältigen Zugang zu Nutzerdaten charakterisiert ist.