Syndizierung, d.h. die gemeinsame Finanzierung eines Projektes oder einer Investition durch mehrere Kapitalgeber, ist ein lange existierendes Phänomen, das in vielen Bereichen des Finanzmarktes (bspw. bei der Kreditvergabe, Rückversicherung, im Emissionsgeschäft oder bei der Private Equity/Venture-Capital-Finanzierung) einen zentralen Platz einnimmt. Ohne Syndizierung würden sich viele dieser volkswirtschaftlich zentralen Märkte nicht oder deutlich problematischer entwickeln können. Neue Finanzierungsinstrumente würden sich wesentlich schwieriger durchsetzen. Hierbei erscheint der dynamische Aspekt der Syndizierung,nämlich das Lernen und die Übertragung des Know-how zwischen den Syndizierungspartnern, zentral und wird daher im Zentrum der theoretischen Untersuchung stehen. Wie entwickelt sich die gemeinsame Finanzierung eines neuen Projektes bzw. Unternehmens im Zeitablauf? Welche Erfahrungen, welche Lerneffekte ergeben sich zwischen und bei den einzelnen Partnern? Die Ergebnisse der theoretischen Analyse werden am Beispiel der europäischen und vornehmlich deutschen Venture-Capital-Industrie überprüft. Diese Branche eignet sich für die geplante Untersuchung besonders gut, weil dort syndizierte Projektfinanzierung häufig zustande kommt. Darüber hinaus bietet der europäische Markt den Vorteil, dass sich dort eine sehr heterogene Struktur von Venture-Capital-Gesellschaften im Hinblick auf ihre Erfahrung befindet, die eine Untersuchung der Dynamik der Syndizierungsstrukturen ermöglicht.

Ausgewählte Publikationen

Beiträge in referierten Fachzeitschriften

Tykvova, Tereza (2007), Who Chooses Whom? Syndication, Skills and Reputation, Review of Financial Economics 16(1), 5-28.

Discussion Papers und Working Papers

Tykvova, Tereza und Andrea Schertler (2006), Rivals or Partners? Evidence from Europe's International Private Equity Deals, ZEW Discussion Paper No. 06-091, Mannheim. Download

Zuwendungsgeber

Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn, DE

Projektzeitraum

01.03.2005 - 30.06.2008

Kontakt
Projektteam

Prof. Dr. Uwe Walz (Leitung)
Prof. Dr. Tereza Tykvova