Wie reagieren Produktnachfrage und Marktanteile auf Preisveränderungen? Diese eigentlich traditionelle industrieökonomische Fragestellung hat in den vergangenen Jahren eine Wiedergeburt erlebt. Ausgehend von der hedonischen Preismessung wurden Modelle entwickelt, mit denen Marktstrukturen und Marktveränderungen analysiert werden können. Doch obwohl diese Literatur zur Nachfrage nach differenzierten Produkten sowohl im Hinblick auf ihre mikrotheoretische Modellierung und auch hinsichtlich mikroökonometrischer Verfahren rapide Fortschritte gemacht hat, können zwei Defizite ausgemacht werden: Panelökonometrische Methoden werden trotz ihres erheblichen Analysepotenzials zur Analyse von Marktstrukturen bislang nur selten eingesetzt. Es mangelt noch immer an empirischen Umsetzungen selbst bestehender Modelle zur differentierten Produktnachfrage. Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, diese beiden Defizite zu beseitigen.Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit Professor Ariel Pakes (Harvard University und NBER) durchgeführt und hat zu einer Vielzahl interessanter Ergebnisse geführt. Aus methodischer Sicht ist hervorzuheben, dass die Identifikation des Preisparameters in Nachfrageschätzungen auch ohne traditionelle Instrument-Variablen Ansätze erfolgen kann. Aus inhaltlicher Sicht ist anzumerken, dass dieses Projekt einige interessante Erkenntnisse in Hinblick auf den Zusammenhang von virtuellen und reellen Märkten geliefert hat. Näheres ist dazu im Projektbericht Auswirkungen der Digitalisierung auf klassische Märkte nachzulesen.

Ausgewählte Publikationen

Discussion Papers und Working Papers