Die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung im Arbeitsprozess ist ein wichtiger Teil der öffentlichen und akademischen Debatte um die zukünftige Rolle von Arbeit in modernen Gesellschaften und möglicher Neuausrichtungen des Wohlfahrtsstaats.

Während die mediale Berichterstattung oft aber von Szenarien beherrscht wird, in denen moderne Technologien weitgehend Massenarbeitslosigkeit verursachen, so zeigen aktuelle Studien, dass die Einführung dieser Technologien nicht das Ende der Arbeit bedeutet, aber substanzielle Umverteilungswirkungen haben kann. Daher besteht ein großer Bedarf, die öffentliche Meinung und Wahrnehmung in Bezug auf den Einsatz und die Arbeitsmarktwirkung moderner Produktionstechnik zu verstehen und zu analysieren, welche politische Präferenzen bestehen um möglichen Problemen von Automatisierung entgegenzutreten.

Das vorliegende Projekt untersucht daher die relevanten Einstellungen von Bürgern zu Automatisierungseffekten auf dem Arbeitsmarkt mit Hilfe von internationalen Umfragen auf Basis repräsentativer Bevölkerungsstichproben und randomisierten Informationskomponenten.  Wir wollen damit beantworten, ob die potentiellen Arbeitsmarktwirkungen von Automatisierungs- und Digitalisierungsprozessen am Arbeitsplatz einen kausalen Effekt auf die öffentliche Meinung in Hinsicht auf Verteilungsfragen und die Ausgestaltung künftiger Sozial-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitiken haben.