In den Jahren 2015 und 2016 gelangten über eine Millionen Asylsuchende nach Deutschland, die den Arbeitsmarkt auf unterschiedliche Weise beeinflusst haben: Einerseits mussten sie nach Ihrer Ankunft zunächst versorgt und untergebracht werden, was zu einem kurzfristigen Anstieg der Beschäftigung unter Einheimischen führte. Andererseits fanden in den folgenden Jahren immer mehr Asylbewerber selber den Weg auf den deutschen Arbeitsmarkt, wo sie selber Arbeit anbieten konnten. Das Ziel dieses Projektes war, zu untersuchen, welche Bevölkerungsgruppen von diesen Arbeitsmarkteffekten der Fluchtmigration besonders betroffen sind, wobei ein Schwerpunkt auf früheren Migrantenkohorten lag. Die Ergebnisse zeigen, dass kurzfristig eher Deutsche von zusätzlicher Beschäftigung durch die Aufnahme von Asylsuchenden profitiert haben, während die Effekte auf andere Ausländer weniger deutlich ausfielen. Die weitere Ausarbeitung der Forschungsideen zu den mittelfristigen Effekten der Asylzuwanderung mündete in die erfolgreiche Akquise der Nachwuchsforschungsgruppe „Integration von Migranten/-innen und Einstellungen zum Sozialstaat (IMES)“.