Das Projekt befasst sich mit den Merkmalen von Gründungen aus Arbeitslosigkeit, einem Segment des Gründungsgeschehens, welches zahlenmäßig zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es wird untersucht, welche Personen typischerweise den Schritt aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit wagen, und welche Charakteristika Gründungen aus Arbeitslosigkeit aufweisen. Die Daten des KfW-Gründungsmonitors ermöglichen auch einen Vergleich mit den Gründungen aus Nicht-Arbeitslosigkeit. So lässt sich analysieren, inwieweit sich vormals arbeitslose Gründer von anderen Gründern hinsichtlich ihrer soziodemografischen Merkmale (Alter, Geschlecht, berufliche Bildung, Haushaltseinkommen) unterscheiden, und ob sie überdurchschnittlich häufig in bestimmten Branchen oder Größenordnungen gründen. Mittels multivariater Verfahren werden außerdem die Determinanten eines Wechsels aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit untersucht und mit den Determinanten eines solchen Wechsels aus der Erwerbstätigkeit verglichen. Der Einfluss vormaliger Arbeitslosigkeit auf die Beschäftigtenzahl der Gründung ist ein weiterer Gegenstand der Analyse.

Ziel des Projekts ist es abzuschätzen, inwieweit Gründungen aus Arbeitslosigkeit zusätzliche Beschäftigung schaffen, in welchen Branchen sie den Wettbewerb intensivieren, und welche gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen von der Förderung speziell dieses Gründungssegments zu erwarten sind.

Ausgewählte Publikationen

Discussion Papers und Working Papers

Niefert, Michaela und Margarita Tchouvakhina (2006), Aus der Not geboren? – Besondere Merkmale und Determinanten von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, ZEW Discussion Paper No. 06-010, Mannheim, LLL:citation.label.journal: Journal of Small Business and Entrepreneurship. Download

Projektzeitraum

01.06.2005 - 30.11.2005

Kontakt
Kooperationspartner

KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main, DE