Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsangebotsverhalten

Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsangebotsverhalten

Das Forschungsprojekt evaluiert empirisch und theoretisch Sozialversicherungs-systeme zur Absicherung im Falle der Arbeitsunfähigkeit. Nahezu alle OECD Staaten bieten einen flächendeckenden Zugang zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, zu Krankengeld und Erwerbungsminderungsrente. Allerdings unterscheiden sich diese Systeme in der Ausgestaltung von Land zu Land. Ziel der Systeme ist es, die Gesundheit und den Erhalt der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten zu sichern und Einkommenseinbußen im Krankheitsfall zu vermeiden oder abzumildern. Im Zuge der Covid-19 Pandemie hat zudem die Frage neue Relevanz erlangt, inwieweit die Verbreitung ansteckender Krankheiten durch eine Reduzierung von Präsentismus („krank arbeiten“) durch eine bessere Ausgestaltung von Sozialversicherungssystemen verringert werden kann.

Das Forschungsprojekt hat einen Fokus auf die USA und Deutschland. Während in Deutschland schon seit der Zeit Bismarcks die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall Einzug gefunden hat, haben die USA erst seit Kurzem auf Bundeslandebene die flächendeckende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie den Zugang zum Krankengeld eingeführt. Solche „natürlichen Experimente“ bieten die einmalige Gelegenheit, den Einfluss der Lohnfortzahlung auf deren Inanspruchnahme, die Verbreitung von Infektionskrankheiten sowie unerwünschte Arbeitsmarkteffekte zu evaluieren.

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Nicolas R. Ziebarth

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Leitung, Prof. Dr. Nicolas R. Ziebarth
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