Auch in diesem Sommersemester bot das ZEW Mannheim den Promovierenden im Promotionstrack Sommerkurse von international renommierten Professoren. Über 80 Nachwuchs-Wissenschaftler/innen des ZEW und der Universität Mannheim besuchten sieben Kurse zu aktuellen ökonomischen Themen wie Data Science, Gesundheits- oder Migrationsökonomie. Die ZEW-Sommerkurse sind Teil der intensivierten Kooperation im volkswirtschaftlichen Doktorandenprogramm mit der Universität Mannheim und werden vom Land Baden-Württemberg finanziell unterstützt.

Symbolbild mit unterschiedlichen elektronischen Geräten, den Händen dreier Personen und Teetassen.
Thematisch beschäftigten sich die ZEW-CDSE-Sommerkurse in diesem Jahr mit wichtigen Entwicklungen in der Ökonomie.

ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD, bekräftigt: „Es ist mir eine große Freude, dass wir auch in diesem Jahr eine Reihe angesehener internationaler Dozenten für die ZEW-Sommerkurse gewinnen konnten. Unser Anspruch ist dabei stets die Ausrichtung an die aktuellen Themen und Methoden in der Forschung. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen ist es uns so gelungen, den Promovierenden ein exzellentes Kursprogramm zu bieten. Nur durch die Förderung des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst ist dieses besondere Angebot vom ZEW Mannheim in Kooperation mit dem Doktorandenprogramm der volkswirtschaftlichen Fakultät der Universität Mannheim möglich. Dafür bedanken wir uns herzlich und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“

Aktuelle Themenvielfalt in den Kursen

Die Kurse spiegelten in diesem Jahr wichtige Entwicklungen in der Ökonomie wider, sei es pandemiebedingt zur Gesundheitsökonomie oder zu maschinellem Lernen, Migration, Marktdesign oder Data Science. Sieben angesehene externe Professoren von internationalen Universitäten haben ab Juni die ZEW-Sommerkurse gestaltet.

Prof. Albrecht Glitz von der Universität Pompeu Fabra in Spanien machte den Auftakt mit einem Kurs zur Migrationsökonomik, in dem er einen Überblick über die wichtigsten Konzepte der wirtschaftlichen Aspekte der Migration vermittelte. Der Ökonomie von Vertrauensgütern widmete sich Prof. Alexander Rasch von der Universität Düsseldorf, der den Studierenden neben dem Verständnis von ökonomischen Anreizen für Experten auch das Wissen vermittelte, um politikrelevante Fragen auf Expertenmärkten zu bewerten und Marktinstitutionen zur Überwindung der Informationsasymmetrie von Vertrauensgütern zu gestalten. Dem hochaktuellen Thema Gesundheitsökonomie widmete sich Prof. Luigi Siciliani, von der Universität York, UK. Er vermittelte sowohl theoretische Fundierung als auch konkretes Handwerkzeug, um Forschungsfragen im Bereich der Krankenhaus-/Gesundheitsökonomie einordnen und bearbeiten zu können. Prof. Nicolas Schutz von der Universität Mannheim gab eine umfassende Einführung in die angewandte Theorie für Empiriker.

Auch in diesem Jahr hielt Prof. Michael Lechner von der Universität St. Gallen in der Schweiz einen Kurs zum kausalen maschinellen Lernen („Causal Machine Learning“), einem hochaktuellen Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz. Die Studierenden erwarben grundlegende Kenntnisse über verschiedene populäre maschinelle/statistische Lernmethoden, über die wichtigsten Forschungsdesigns und darüber, wie man beides kombiniert, um zuverlässige und robuste Kausalschlüsse zu erhalten. Einen neuen Kurs zu Data Science bot Prof. Grant McDermott von der Universität von Oregon, USA, an. Darin vermittelte er den Studierenden das moderne Instrumentarium der Datenwissenschaft mitsamt all den praktischen Werkzeugen und Techniken, die den Start in eine wissenschaftliche Karriere erleichtern. Den Abschluss machte Prof. David A. Jaeger von der St. Andrews University in Schottland mit seinem Kurs zu Kausalität in der empirischen Wirtschaftsforschung. Er gab den Promovierenden einen Einblick in die robuste Identifikation kausaler Beziehungen in nicht-experimentellen Daten, was insbesondere für empirisch arbeitende Forscherinnen und Forscher von höchster Relevanz ist.

Im Anschluss an die Kurse hatten die Studierenden Gelegenheit für individuellen und informellen Austausch. Das Feedback von Lehrenden und Teilnehmer/innen zu den Sommerkursen im Allgemeinen und dem diesjährigen Online-Format im Speziellen war durchweg positiv. Dennoch sollen die ZEW-Sommerkurse im Sommer 2022 wieder in Präsenz stattfinden.

Die englischsprachigen ZEW-Sommerkurse sind Wahlkurse, die Doktorandinnen und Doktoranden zur Unterstützung ihrer Dissertation als Blockkurs belegen können. Die Besonderheit liegt darin, dass den Promovierenden des ZEW sowie der Universität Mannheim Kurse in der vorlesungsfreien Zeit von Ende Juni bis August angeboten werden. Die ZEW-Sommerkurse mit renommierten internationalen Professorinnen und Professoren erweitern die bereits bestehende Kursvielfalt im volkswirtschaftlichen Doktorandenprogramm der Universität Mannheim.