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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Timotheus Höttges, rechnet damit, dass künftig der größte volkswirtschaftliche Wachstumsimpuls für Deutschland und Europa aus der sogenannten Industrie 4.0 entsteht. „Alles was digitalisierbar ist, wird digitalisiert“, sagte Höttges mit Blick auf die Verschmelzung von klassischer industrieller Produktion mit Informations- und Kommunikationstechnologien vor rund 200 Gästen am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Der Vortrag des Managers zum Thema „Die Vernetzung der Welt – Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung“ stand in der ZEW-Reihe Wirtschaftspolitik aus erster Hand – und nahm sowohl die Versäumnisse der Vergangenheit, als auch die Aussichten für die Zukunft ins Visier.

Telekom-Chef Timotheus Höttges spricht am ZEW zur Digitalisierung der Welt.

Industrie 4.0 als Kind der digitalen Revolution biete anhand der schieren Menge von Daten und daraus resultierenden Produktionsvorteilen enorme Chancen für die Standorte Deutschland und Europa. „Die Anwendungen von Industrie 4.0 sind überall denkbar“, so Höttges. Allerdings sei die Wertschöpfung der Digitalisierung im Vergleich zu den USA noch nicht ausgereizt: „Wir bewegen uns in einem Strudel von neuen digitalen Möglichkeiten, stehen aber gerade noch am Anfang dieser Entwicklung.“ Im Wettbewerb mit der nordamerikanischen Konkurrenz habe Europa quasi die erste Halbzeit verloren. „Die Frage ist jetzt: Wie gewinnen wir die zweite Halbzeit?“

Als Antwort darauf betonte Höttges, dass verbindliche Standards für die Industrie 4.0 geschaffen werden müssten, jedoch nicht ohne eine europäische Datenschutz-Grundverordnung. Big Data – also gigantische Datenvolumen – sei der Rohstoff des 21. Jahrhunderts, „das Öl für den digitalen Motor“. Dieser Rohstoff verliere mit der Zeit nicht an Wert, sondern fördere immer größere Netzwerke. Auf dem Weg zu mehr Wettbewerbsfähigkeit müsse daher auch Netzsicherheit gewährleistet werden – sowohl für den Nutzer, als auch in Sachen Infrastruktur.

Höttges zufolge investiert die Telekom jährlich Milliarden Eurobeträge in ihre Netze. „Wir brauchen belastbare Datenautobahnen, aus Big Data müssen wir Smart Data machen“, so Höttges. Zumal die zunehmende Digitalisierung alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche wie Energie, Gesundheit und Mobilität erfasse: „Alles was vernetzbar ist, wird vernetzt.“

Datum

15.12.2014

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