Auch in diesem Jahr präsentierte der ZEW-Forschungsbereich „Umwelt- und Klimaökonomik“ aktuelle umweltökonomische Arbeiten bei der Jahreskonferenz der EAERE, der internationalen Vereinigung von Umwelt- und Ressourcen-Ökonominnen und -Ökonomen. Zwei Vorträge, jeweils aus dem Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“ und der Forschungsgruppe „Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik“ ergänzten den ZEW-Auftritt. Neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentierten ihre Ergebnisse vom 28. Juni­ bis 1. Juli 2022 im italienischen Rimini.

Dr. Madeline Werthschulte während ihrer Präsentation auf der EAERE 2022
Dr. Madeline Werthschulte während der Präsentation ihrer Dissertation im Bereich der Umwelt- und Ressourcenökonomik.

In den neun Beiträgen beschäftigen sich die ZEW-Forschenden mit der Untersuchung ganz unterschiedlicher Facetten von Umwelt- und Klimapolitik. So wurden unter anderem die Treiber von Emissionen in der deutschen Industrie sowie die Ausgestaltung von CO2-Bepreisung unter die Lupe genommen. Die Forschenden diskutierten verhaltensökonomische Experimente zum klimafreundlichen Handeln, analysierten die Diskrepanzen zwischen Intention und tatsächlichem Verhalten bei der Anpassung an den Klimawandel und beleuchteten den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Energiebedarf in der Industrie.

Das breite Spektrum zeigt sich auch an den Titeln der unterschiedlichen ZEW-Beiträge auf der Flagship-Conference der europäischen Umwelt- und Ressourcenökonomen/-innen:

  1. Janna Axenbeck: What Drives the Relationship between Digitalization and Industrial Energy Demand? - Exploring Firm-Level Heterogeneity.
  2. Lara Bartels: Scaling-Up Social Norms? Field Experimental Evidence on the Impact of Institutional Norms on Individual Behavior.
  3. Yasemin Karamik:Gone with the Wind: The Effect of Air Pollution on Crime - Evidence from Germany
  4. Martin Kesternich: The Unintended Consequences of Pro-Environmental Signaling: Field Evidence from a Voluntary Carbon Offsetting Program among Firms.
  5. Daniel Osberghaus: The Intention- Behavior Gap in Climate Change Adaptation.
  6. Sebastian Rausch: Pricing Carbon in a Multi-Sector Economy with Social Discounting.
  7. Elisa Rottner: Do Manufacturing Plants Respond to Exogenous Changes in Electricity Prices? Evidence from Administrative Micro-Data.
  8. Kathrine von Graevenitz: What Drives Carbon Emissions in German Manufacturing: Scale, Technique or Composition?
  9. Madeline Werthschulte: More than just a Price Decrease: Field Experimental Evidence on the Mechanisms of an Energy Efficiency Subsidy.

Konferenz erstmalig wieder in Präsenz und mit Auszeichnung für das ZEW

Nachdem die Konferenz in den vergangenen beiden Jahren pandemiebedingt digital stattfinden musste, konnten die mehr als 751 Wissenschaftler/innen in diesem Jahr wieder in Präsenz über aktuelle umwelt- und klimaökonomische Fragestellungen diskutieren. Besonderes Highlight für das ZEW bildete im italienischen Rimini die Auszeichnung von Dr. Madeline Werthschulte mit einer Honourable Mention für ihre herausragende Dissertation in der Umwelt- und Ressourcenökonomik. Die European Association of Environmental and Resource Economists (EAERE) würdigt jährlich die drei besten Doktorarbeiten in diesem Bereich, um akademische Innovationen zu fördern.

Prof. Dr. Sebastian Rausch, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs Umwelt- und Klimaökonomik, zieht am Ende der Tage in Rimini ein durchweg positives Fazit: „Nach zwei Jahren digitaler Konferenzen nun wieder vor Ort zu diskutieren und sich persönlich mit Forschenden aus Europa und den USA auszutauschen, hat große Freude gemacht und zu spannenden Impulsen geführt. Wir konnten Inhalte aus ganz unterschiedlichen ZEW-Projekten präsentieren, wertvolle Kommentare für unsere Arbeit an den Themen rund um Klimapolitik, Dekarbonisierung und Energiewende mitnehmen und die Vernetzung innerhalb der internationalen Forschungs-Community stärken.“

Datum

15.07.2022

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