Bereits zum 19. Mal veranstaltete der ZEW-Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“ die Konferenz „Economics of Information and Communication Technologies“ mit einem breiten Spektrum an Digitalisierungsthemen. Am 10. und 11. Juni 2021 fand sie wie schon 2020 pandemiebedingt virtuell statt. Die Veranstaltung ist seit Jahren eine der wichtigsten wissenschaftlichen Konferenzen im Bereich der digitalen Ökonomie. Das zeigen auch in diesem Jahr über 100 eingereichten Papiere und rund 300 registrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

19. ZEW-Konferenz des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“.
Hanna Halaburda, Associate Professorin an der New York University, sprach in ihrer Keynote über digitale Plattformen und Blockchain-Technologie.

In sechs Sessions mit jeweils drei parallelen Veranstaltungen präsentierten und diskutierten nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an zwei Tagen aktuelle Papiere zu Digitalisierungsthemen. Nachfragesteuerung, Datenschutz, Social Media, Digitale Plattformen und algorithmische Marktmechanismen waren dabei besonders präsent. Vorträge zur Rolle der Digitalisierung für Gesundheitsversorgung und Arbeitsmärkte griffen aktuelle Themen im Pandemiejahr auf.

Im Anschluss an die Sessions trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer online zum informellen Austausch und weiterführenden Gesprächen, auch im virtuellen Raum gelangen zufällige Begegnungen und wissenschaftliche Vernetzung.

Keynote-Vortragende diskutieren digitale Plattformen, Blockchain-Technologie und Ineffizienzen in digitaler Werbung

Associate Professor Zsolt Katona von der University of California, Berkeley, referierte über Ineffizienzen im digitalen Marketing.

Auch in diesem Jahr gehörten die Keynotes herausragender Digitalökonominnen und -ökonomen zu den Highlights der Konferenz. So sprach Hanna Halaburda, Associate Professor an der New York University über digitale Plattformen und Blockchain-Technologie, wie beide Bereiche interagieren und wie sich in Zukunft neue Plattformen auf der Blockchain aufbauen könnten.

Associate Professor Zsolt Katona von der University of California, Berkeley, referierte am zweiten Konferenztag über die Ineffizienzen im digitalen Marketing, die entstehen, wenn sogenannte Adblocker Werbung auf Endgeräten blockieren. Einen besonderen Fokus legte Katona dabei auf verschiedene Preismodelle und deren Auswirkungen auf die Konsumentenrente.

Konferenzteilnehmer/innen wählen die besten Papiere

Die besten und spannendsten der präsentierten Papiere wurden mit dem Best Paper Award ausgezeichnet. Hierzu wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern an jedem Konferenztag ihre Favoriten. So wurden am ersten Tag zwei Papiere mit gleicher Stimmenzahl prämiert: Manipulation-Proof Machine Learning, das von Assistant Professor Daniel Björkegren von der Brown University vorgestellt wurde und Healthcare Across Boundaries, präsentiert von Xuelin Li, Assistant Professor an der University of South Carolina. Björkegren untersuchte gemeinsam mit seinen Ko-Autoren, inwieweit von Algorithmen getroffene Entscheidungen durch Offenlegung der dahinterliegenden Mechanismen manipuliert werden können und wie dieses Problem durch neuartige Modelle gelöst werden kann. Li geht mit seiner Ko-Autorin und seinem Ko-Autor in dem Papier auf die Auswirkungen der an Bedeutung gewinnenden Telemedizin und insbesondere auf die unterschiedlichen finanziellen Effekte auf städtische und ländliche Krankenhäuser ein. Der Award am zweiten Konferenztag ging an Assistant Professor Pinar Yildirim von der University of Pennsylvania und ihr Papier Social Media, Content Moderation, and Technology. Darin untersucht sie mit ihren Ko-Autoren ökonomische Anreize für Social-Media-Plattformen zur Moderation der dort geteilten Inhalte, insbesondere im Hinblick auf die unterschiedlichen Umsatzmodelle der verschiedenen Plattformen.

Datum

29.06.2021

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