China-Kommission legt ersten Halbjahresbericht vor
GremienZEW-Ökonomin Bettina Peters wirkt an Empfehlungen zur wirtschaftlichen Sicherheit Deutschlands mit
Die wirtschaftlichen Abhängigkeiten Deutschlands von China haben sich weiter verschärft. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Deutschen Bundestag eingesetzte Kommission zur Überprüfung der sicherheitsrelevanten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China in ihrem ersten Halbjahresbericht. Dem 13-köpfigen Expertengremium gehört auch Prof. Dr. Bettina Peters an, stellvertretende Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“. Die Kommission sieht insbesondere bei Lieferketten, kritischer Infrastruktur und sicherheitsrelevanten Technologien erheblichen Handlungsbedarf.
Die Experten/-innen stellen fest, dass sich Deutschlands Wirtschaftssicherheit gegenüber China seit Einsetzung der Kommission verschlechtert hat. Beim Abbau kritischer Abhängigkeiten und der Entwicklung einer deutschen Wirtschaftssicherheitsstrategie seien bislang kaum greifbare Fortschritte erzielt worden. Die Sachverständigen empfehlen daher, die wirtschaftlichen Risiken systematischer zu erfassen und Deutschland sowie die EU besser auf mögliche Handelskonflikte vorzubereiten. Dazu gehören unter anderem ressortübergreifende Lagebilder und eine umfassende Bewertung geoökonomischer Risiken im Nationalen Sicherheitsrat.
Über die Kommission
Die China-Kommission hat sich im März 2026 konstituiert und vereint Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften. Sie untersucht die sicherheitsrelevanten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China und erarbeitet politische Handlungsempfehlungen. Ihren ersten Jahresbericht will sie gegen Ende des ersten Quartals 2027 vorlegen.