Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) organisierte gemeinsam mit der University of International Business and Economics (UIBE) und der Alexander von Humboldt-Stiftung das diesjährige Beijing-Humboldt-Forum (BHF), das vom 19. bis 21. September 2015 in der chinesischen Hauptstadt stattfand. Wissenschaftler des ZEW präsentierten im Rahmen des Forums aktuelle Forschungsergebnisse zur Qualität chinesischer Patente, zur Evaluation gemeinsamer FuE-Programme in Europa und zum Zusammenhang zwischen der Karriere von Politikern und der Risikobelastung von Banken in China.

Die Teilnehmer des Beijing-Humboldt-Forums 2015
Die Teilnehmer des Beijing-Humboldt-Forums 2015

Das Forum stand unter dem Motto "Green Economy, Cultural Heritage and Innovation of Materials". Ziel der Veranstaltung war, die Forschungskooperation zwischen Deutschland und China auf diesen Feldern zu stärken. Im Anschluss an seine Begrüßungsrede wurde ZEW-Direktor Thomas Kohl als Gründungsmitglied des Humboldt-Forums gewürdigt. In der darauf folgenden Session stellten Philipp Boeing und Dr. Georg Licht aus dem ZEW-Forschungsbereich "Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung" in einer Keynote aktuelle Forschungsergebnisse zur Qualität chinesischer Patente und zur Evaluation des Eurostars-Programms, eines gemeinsamen FuE-Programms in Europa, vor. Prof. Dr. Michael Schröder aus dem ZEW-Forschungsbereich "Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement" moderierte die Session zum Thema "Green Finance" und stellte Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen der Karriere lokaler Politiker und der Risikobelastung von Banken in China vor. Um die Veranstaltung vorzubereiten und die Zusammenarbeit zwischen dem ZEW und der UIBE weiter auszubauen, war Prof. Dr. Xiaohu Feng von der UIBE bereits im Sommer 2015 Gast am ZEW.

Vielfältige Vorträge zu Green Economy, Innovationen und Kultur

Die Veranstaltung bot rund 120 Teilnehmern aus Wissenschaft und Politik aufschlussreiche Vorträge zum Potenzial Chinas für einen nachhaltigen Wachstumspfad vor dem Hintergrund eines rasanten Wirtschafts- und vor allem industriellen Wachstums bei steigender Umweltverschmutzung. Zentrale Themen waren dabei die Rolle technologischer Innovationen, grüne Mobilität, Chinas Weg in die Marktwirtschaft sowie kulturelle Aspekte, die die Zusammenarbeit zwischen China und der westlichen Welt betreffen. Als weitere Ko-Organisatoren beteiligten sich die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), die Fachhochschule Oberösterreich, das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS), die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) sowie das Institute of Global Low-Carbon Economy (IGLCE) der University of International Business and Economics.

Forum für interdisziplinären Dialog

Ein wesentliches Element der Veranstaltung war der interdisziplinäre Dialog, der für eine ganzheitliche Bestimmung und Betrachtung der zukünftigen Herausforderungen einer ökologischen und nachhaltigen Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist. Hochkarätige Referenten aus unterschiedlichen Disziplinen stellten verschiedene Sichtweisen zur Diskussion und brachten eine Vielzahl von Lösungsansätzen vor. So bereicherten Beiträge aus den Bereichen Ökonomie, Philologie, Physik sowie Ingenieurwissenschaften die Diskussion, ganz im Sinne der interdisziplinären und internationalen Vernetzung, der sich das Humboldt-Forum verschrieben hat.

ZEW-Direktor Thomas Kohl beim Eröffnungsvortrag des Beijing-Humboldt-Forums
Datum

28.09.2015