Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veranstaltet zusammen mit der Katholischen Universität Leuven (Belgien) den Workshop "The Economics of Public Support to the European Car Industry". Als Antwort auf die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise verabschiedete die Europäische Kommission Ende 2008 den Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Mitgliedstaaten als Maßnahme gegen die Auswirkungen der Kreditklemme auf die Realwirtschaft. Durch diesen Gemeinschaftsrahmen wurden neuartige Instrumente für staatliche Beihilfen und vereinfachte rechtliche Verfahren zur Bewilligung staatlicher Förderung eingeführt. Parallel zu diesen zeitlich begrenzten Instrumenten wurden traditionelle staatliche Fördermaßnahmen (z.B. Abwrackaktionen, Kredite der Europäischen Investitionsbank) ergriffen, um der europäischen Wirtschaft durch die Krise zu helfen. Die europäische Automobilindustrie scheint mitunter am meisten von diesen allgemeinen staatlichen Beihilfen, und besonders vom Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen, zu profitieren. Doch obwohl staatliche Fördermaßnahmen dazu beitragen können, die kurzfristigen Herausforderungen der Automobilindustrie zu meistern, ist es möglich, dass sie ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit gefährden, beispielsweise indem die Lösung struktureller Probleme aufgeschoben wird.

Der Workshop findet im Rahmen des internationalen mehrjährigen Forschungsprogramms "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies" (SEEK) statt, das vom Land Baden-Württemberg finanziert und vom ZEW durchgeführt wird. Vorläufige Ergebnisse des laufenden SEEK-Projekts "Fostering Competitiveness of the European Car Industry", das sich mit den zuvor genannten Fragestellungen beschäftigt, werden im Rahmen des Workshops präsentiert. Darüber hinaus führt die Veranstaltung verschiedene Vertreter der europäischen Automobilindustrie, von EU-Institutionen und nationalen Behörden, der Industrie und Wissenschaft zusammen, um die Frage der staatlichen Förderung für die europäische Automobilindustrie zu diskutieren.

Weitere Informationen erhalten Sie in englischer Sprache in der Workshop-Ankündigung, (224 KB, als PDF-Datei, in englischer Sprache) oder in dem finalen Programm, (37 KB, als PDF-Datei, in englischer Sprache).

Workshop-Teilnahme

Eine Teilnahme am Workshop ist nur mit Einladung möglich. Die Zahl der Workshop-Teilnehmer ist begrenzt.

Termin

03.05.2012 | 9:00-14:00

Veranstaltungsort

Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der Europäischen UnionRue Belliard 60 - 62B - 1040 Brussels