Dieser Beitrag präsentiert ausgewählte Ergebnisse einer Erhebung unter mehr als 6 000 privaten Haus-halten aus dem Frühjahr 2020 zur Relevanz des Klimawandels und seiner möglichen Auswirkungen und zieht Vergleiche mit vier thematisch ähnlichen Erhebungen aus den Jahren 2012 bis 2015. Trotz des langen Zeitraums von knapp zehn Jahren, über den sich die Erhebungen erstreckt haben, hat ein be-achtlicher Teil von knapp 2 000 Haushalten an allen fünf Erhebungen teilgenommen. Die aus diesen Erhebungen gewonnenen Paneldaten sind Bestandteil des Sozial-Ökologischen Panels des RWI, sie werden der Wissenschaft vom am RWI beheimateten Forschungsdatenzentrum Ruhr zur Verfügung gestellt. Es zeigten sich einige überraschende Ergebnisse, etwa dass der Bekämpfung des Klimawandels in allen fünf Erhebungen mit die geringste Bedeutung unter den zur Auswahl stehenden globalen Herausforderungen wie der Bekämpfung des Terrorismus oder von Hunger und Armut beigemessen wird. Zudem liegt die Bereitschaft, zusätzliche Steuern für Klimaschutzzwecke zu zahlen, im Median bei 5 € pro Monat und Haushalt. Zu beachten ist dabei, dass diese Zahlungsbereitschaft lediglich bekundeter Natur ist.

Frondel, Manuel, Vanessa Charlotte Kükenthal, Tobias Larysch und Daniel Osberghaus (forthcoming), Wahrnehmung des Klimawandels in Deutschland: Eine Längsschnittbefragung privater Haushalte, Zeitschrift für Energiewirtschaft. Download

Autoren

Frondel, Manuel
Kükenthal, Vanessa Charlotte
Larysch, Tobias
Osberghaus, Daniel

Schlagworte

Wahrnehmung des Klimawandels, Zahlungsbereitschaft für Klimaschutz, Panelerhebungen, Sozial-Ökologisches Panel