Besprechung von Martin Hartmanns Buch "Vertrauen. Die unsichtbare Macht". Die Debatte und die Publikationstätigkeiten rund um das Vertrauensmotiv haben in den vergangenen Jahren an Fahrt aufgenommen. Hartmanns Studie ist nur eines von drei Büchern, die innerhalb von wenigen Monaten zu diesem Thema erschienen sind (siehe auch Allmendinger/Wetzel 2020; Michael 2019). Es trifft jedoch einen Nerv, ohne sich in die oftmals undifferenzierte Verwendung des Vertrauensbegriffes einzureihen. Ausgangspunkt ist die Reflexion der gesteigerten Bedeutung des Vertrauensbegriffes und die Feststellung, dass das Vertrauen deshalb so attraktiv erscheint, weil es zumindest auf den ersten Blick die zahlreichen Unsicherheitserfahrungen begrifflich zu bündeln vermag, die sich in einer scheinbar immer schnelleren und disruptiveren Welt ergeben.

Autoren

Frick, Marc

Schlagworte

Vertrauen, Verlässlichkeit, Unsicherheit, Martin Hartmann, Urteilskraft, Transparenz