Finanzierung ist ein wichtiger aber knapper Faktor vor allem in Hochtechnologiesektoren, in denen das Risiko und die Informationsasymmetrie besonders ausgeprägt sind, z.B. aufgrund des schwer einzuschätzenden Marktpotenzials der Produkte. Insbesondere junge Unternehmen zeichnen sich durch nicht gedeckten Kapitalbedarf aus. Oft ist Fremdkapital für diese Unternehmen nicht zu erhalten, so dass sie oft auf Eigenkapitalfinanzierung zurückgreifen müssen, z.B. auf Venture-Capital(VC)-Investitionen.

Dieses Papier versucht Evidenz für den Zusammenhang zwischen VC-Finanzierung und Innovationsaktivitäten von Unternehmen zu finden. Innovationstätigkeit wird hierbei durch zwei Indikatoren abgebildet: Einerseits über das Vorliegen von Patentanmeldungen und andererseits über einen Innovativitäts-Index. Der Datensatz beruht auf computergestützten Telefoninterviews unter mehr als 1.000 jungen Unternehmen in technologieorientierten Sektoren im Verarbeitenden und Dienstleistungsgewerbe, die zwischen 1996 und 2005 gegründet wurden. Der Datensatz liefert Informationen zu Eigenschaften des Gründungsteams, des Unternehmens und zu Innovationsindikatoren.

Um kausale Effekte zu erhalten, muss für die mögliche Endogenität von VC-Finanzierung korrigiert werden. Hierbei stützen wir uns auf Full-information-maximum-likelihood(FIML)-Methoden: In simultanen Schätzverfahren werden die interessierende Gleichung und eine endogenitätskorrigierende Gleichung geschätzt. Die Ergebnisse bestätigen, dass VC-Finanzierung einen positiven Einfluss auf Innovationsaktivitäten von jungen High-tech-Unternehmen hat.

Autoren

Heger, Diana

Schlagworte

Innovation, venture capital, young technology-based firms, discrete choice methods, count data models, endogeneity