Entscheidungsträger berücksichtigen bei ihren Handlungen oftmals Informationen über andere Entscheidungsträger in bestimmten Referenzgruppen. Im Hinblick auf Politikinnovationen in dezentralen politischen Systemen kann ein solches Verhalten zu positiven Interdependenzen zwischen Adoptionsentscheidungen führen. Das Papier untersucht, ob derartige Interdependenzen bei den Entscheidungen US-amerikanischer Schuldistrikte über die Einführung bestimmter Politikinnovationen vorliegen. Anhand der Einführung der freien Schulwahl über Schuldistriktgrenzen hinweg bestätigt die Studie die Hypothese, dass die Adaptionswahrscheinlichkeiten von benachbarten Distrikten wechselseitig positiv voneinander anhängen. Die Ergebnisse legen nahe, dass bei dezentralen Adaptionsentscheidungen die Diffusion von Politikinnovationen durch horizontale Interaktionen zwischen Jurisdiktionen getrieben wird.

Schlagworte

policy innovation, policy diffusion, spatial correlation, school districts