Der Reduktion der Arbeitslosigkeit kommt ein hoher Stellenwert in der wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland zu. Diese Studie beschreibt die Höhe und Strukltur der Arbeitslosigkeit in Deutschaknd und verwendet das NAIRU-Konzept, um empirisch für Westdeutschland das Ausmaß konjunktureller Arbeitslosigkeit von der Arbeitslosigkeit zu unterscheiden, die auf Funktionsstörungen auf Arbeits- und Gütermärkten zurückzuführen ist. Da letztere dominiert, diskutiert und empfiehlt diese Studie verschiedene "angebotsorientierte" Maßnahmen für den Weg zu mehr Beschäftigung - insbesondere für niedrigqualifizierte Personen. Auf Basis einer empirischen Schätzung der Qualifikationsstruktur der Arbeitsnachfrage werden die Lohnstrukturveränderungen bestimmt, die für eine Halbierung der Arbeitslosenquote von Arbeitnehmern mit niedrigem und mittlerem Qualifikationsniveau notwendig sind. Zusätzlich zu mehr Lohnflexibilität ist es ebenso wichtig, die Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich zu erhöhen und ein Problem der "Working-Poor" zu vermeiden.

Fitzenberger, B. und Wolfgang Franz (2000), Jobs. Jobs? Jobs! Orientierungshilfen für den Weg zu mehr Beschäftigung, ZEW Discussion Paper No. 00-49, Mannheim. Download

Autoren

Fitzenberger, B.
Franz, Wolfgang

Schlagworte

Arbeitslosigkeit, NAIRU, Arbeitsmarktflexibilität, Qualifikationsstruktur der Arbeitsnachfrage