Um den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken, haben viele Länder unterschiedliche politische Maßnahmen ergriffen. Diese Maßnahmen sehen beispielsweise die Verringerung von CO2-Emissionen durch die Nutzung fossiler Energieträger oder den Ausbau erneuerbarer Energien vor. Deutschland hat sich mit der Energiewende besonders ambitionierte politische Ziele gesetzt. Zur Umsetzung wurden verschiedene politische Maßnahmen implementiert, die die gewünschten Veränderungen in Stromerzeugung und -verbrauch ermöglichen sollen. Der Großteil dieser Maßnahmen resultiert in erhöhten Strompreisen. Wenn Unternehmen im Wettbewerb mit Firmen aus Regionen mit weniger restriktiven oder ohne Regulierungsinstrumenten stehen, können Wettbewerbsnachteile auftreten. Die vorliegende Untersuchung dient dem besseren Verständnis des Reaktionsverhaltens von Betrieben auf Strompreisänderungen. Zu den kausalen Effekten von Strompreisen auf die Leistungsfähigkeit von Unternehmen ist nur wenig bekannt, da Strompreise typischerweise endogen sind. Die Identifikationsstrategie basiert auf der exogenen Variation von Bestandteilen der betriebsspezifischen Strompreise. Dabei werden die exogene räumliche und die zeitliche Variation der Netzentgelte als Instrumentenvariable zur Untersuchung der Auswirkungen von Strompreisänderungen auf den Stromverbrauch sowie Indikatoren über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Betrieben im deutschen Verarbeitenden Gewerbe genutzt.