In der Literatur wurden verschiedene Hypothesen zur Erklärung der räumlichen Konzentration von Branchen vorgeschlagen. Im Rahmen dieses Aufsatzes wird der Einfluss von drei Faktoren anhand von Daten für das verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe Westdeutschlands simultan getestet. Es zeigt sich, dass die Produktinnovativität gemeinsam mit der Vorleistungintensität einen positiven Einfluss auf die Konzentrationsneigung einer Branche haben. Dies deutet darauf hin, dass für die Konzentration von Branchen horizontale und vertikale Wissensspillover eine Rolle spielen. Die Intensität von Facharbeitern ohne Hochschulabschluss spielt keine Rolle für die Konzentrationsneigung des verarbeitenden Gewerbes. Für Dienstleistungsbranchen muss der hier vorgeschlagene Ansatz verworfen werden.

Autoren

Keilbach, Max

Schlagworte

Räumliche Branchenkonzentration, Gini-Koeffizienten, regionale Wissensspillover, räumlich spezialisierte Arbeitsmärkte, industrielle Distrikte