Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken im Oktober deutlich. Sie stehen nun bei 23,4 Punkten, was einem Rückgang von 16,1 Punkten gegenüber dem Vormonat entspricht.

Der Indikator ist damit unter seinen historischen Mittelwert von etwa 34 Punkten gefallen. Hiermit setzt sich der nun bereits seit einigen Monaten andauernde Abwärtstrend fort. "Die Finanzanalysten signalisieren erneut eine spürbare Eintrübung der konjunkturellen Perspektiven für 2003," sagte ZEW-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Franz.

An der Umfrage im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, haben sich in diesem Monat 319 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt. Sie wurden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Der Indikator Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung (auf Sicht von sechs Monaten) in Deutschland wieder.

Der Rückgang der Konjunkturerwartungen für die Eurozone fällt im Oktober geringer aus als für Deutschland. Sie liegen nun bei 34,3 Punkten nach 43,0 Punkten im September.

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