Eines der schwerwiegendsten Probleme der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik ist die hohe Arbeitslosigkeit. Doch während im Verarbeitenden Gewerbe Arbeitsplätze stetig weiter abgebaut werden, erweist sich der Dienstleistungssektor als Hoffnungsträger. Hier entstehen neue Jobs in großer Zahl - allerdings kaum für gering Qualifizierte. Eine neue Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim zeigt, dass der Anteil der Unqualifizierten an den gesamten Beschäftigten bei den unternehmensnahen Dienstleistern zwischen 1991 und 1996 um 30 Prozent gesunken ist. Der Anteil der Akademiker hingegen ist in diesem Zeitraum um etwa den gleichen Prozentsatz gestiegen.

Arbeitsmarktökonomen nennen drei Gründe für den Rückgang der Nachfrage nach unqualifizierter Arbeit: den Einfluss neuer Technologien, Außenhandelseffekte und ein höheres Angebot an qualifizierter Arbeit. Die ZEW-Untersuchung zeigt, daß bei den unternehmensnahen Dienstleistern der erste Effekt für die sinkende Nachfrage nach gering Qualifizierten entscheidend ist. Es wird deutlich, dass der Einsatz neuer Technologien die Nachfrage nach Unqualifizierten negativ beeinflusst, während er einen positiven Einfluss auf die Nachfrage nach Akademikern hat.

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Katrin Voss, E-Mail: voss@zew.de

Datum

06.10.1998

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