Mehr als 60 Prozent der jungen Technologieunternehmen in Deutschland und Großbritannien sind bereits in den ersten Jahren ihrer Geschäftstätigkeit international aktiv. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 600 deutschen und britischen jungen Technologieunternehmen durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim. In den Interviews berichten deutsche Manager, dass es häufig Messebegegnungen, Referenzen oder die Vermittlung über Großkunden sind, die das Unternehmen ins Ausland führen. Demgegenüber konzentrieren sich britische Manager schon bei der Produktentwicklung auf die Vermarktung im Ausland.

Befragt nach den Beweggründen für die Aufnahme internationaler Tätigkeiten, gaben fast zwei Drittel der Unternehmen Wachstums- und Expansionsziele als wichtigstes Motiv für die Internationalisierung an. Es fällt auf, dass sich insbesondere britische Unternehmen als wachstumsorientiert erweisen. Erstaunlich ist ferner, dass nur wenige junge innovative Unternehmen ins Ausland expandieren, um ihre im High-Tech-Bereich hohen Produktentwicklungskosten zu decken.

Als Problem bei der Aufnahme internationaler Geschäftstätigkeit erweist sich insbesondere der Zeitmangel des Managements. Als weitere Hemmnisse werden die zusätzlichen Kosten und das hohe Risiko im Auslandsgeschäft genannt. Mangelnde Erfahrung dagegen stellt kaum eine Schwierigkeit für die Aufnahme einer internationalen Tätigkeit dar. Grundsätzlich unterstreicht die ZEW-Studie die Bedeutung einer frühen Internationalisierung für junge Technologieunternehmen.

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15.03.1999

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