In der aktuellen Umfrage vom März 2021 (09.03. – 17.03.2021) geht der CEP-Indikator um 21,2 Punkte auf einen neuen Wert von 42,8 Punkten zurück. Trotz dieses markanten Rückgangs bleibt der Indikator auf einem sehr hohen Niveau. Der CEP-Indikator, der auf Basis des China Economic Panel (CEP) in Kooperation mit der Fudan Universität, Shanghai, erhoben wird, gibt die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarktexperten/-innen für China auf Sicht von zwölf Monaten wieder.

CEP-Indikator ist im März auf 42,8 Punkte gesunken.
CEP-Indikator ist im März auf 42,8 Punkte gesunken, bleibt jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die Bewertung der Konjunktursituation für China sinkt ebenfalls. Sie beträgt aktuell 42,9 Punkte, das sind 12,9 Punkte weniger als im Vormonat. Der Konjunkturausblick ist allerdings nach wie vor sehr positiv.

„Die Prognosen für das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurden von den Finanzmarktexpertinnen und -experten leicht nach unten revidiert. Sie spiegeln damit die Zielvorgaben des kürzlich beendeten chinesischen Nationalen Volkskongresses (NVK) wider“, sagt Dr. Michael Schröder, der die Umfrage im ZEW-Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ verantwortet.  Für 2021 gab der NVK ein reales BIP-Wachstum von „mehr als 6,0 Prozent“ vor. 6,0 Prozent ist nun auch genau die durchschnittliche Prognose, die die Expertinnen und Experten im März in der CEP-Umfrage abgeben. Im Vormonat betrug die Prognose noch 6,5 Prozent. Für das Jahr 2022 wurden die BIP-Prognosen von zuvor 5,5 Prozent auf jetzt 5,2 Prozent reduziert.

Größere Inflationsrisiken sehen die Expertinnen und Experten derzeit nicht. Auf Sicht von einem Jahr sollen die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent steigen und auch bei den Produzentenpreisen soll es bei einem sehr moderaten Anstieg um 1,7 Prozent auf Jahressicht bleiben. Entsprechend diesen Prognosen dürfte die Inflationsrate für die Konsumenten unterhalb des Wertes von drei Prozent liegen, den der NVK für 2021 als Ziel angegeben hat.

„Die Konjunkturerwartungen für die wichtigsten Wirtschaftsregionen sind – mit Ausnahme Pekings –ebenfalls deutlich zurückgegangen. Allerdings bleibt der positive Ausblick für fast alle Regionen bestehen. Lediglich für Hong Kong wird auf Sicht von zwölf Monaten eine schlechtere wirtschaftliche Entwicklung erwartet“, so Schröder.

Datum

23.03.2021

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