Mit dem Wissenschaftspreis „Zukunft der Arbeitswelt“ zeichnen die Volksbank Weinheim Stiftung und das ZEW Mannheim hervorragende Dissertationen und Masterarbeiten auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften aus. In diesem Jahr wird der Preis, über dessen Vergabe eine siebenköpfige Jury entscheidet, bereits zum achten Mal vergeben. Die Auszeichnung für die beste Dissertation geht an Dr. Martin Lange. Den Preis für die beste wirtschaftswissenschaftliche Masterarbeit erhält Ralf Landeck.

Das Thema der diesjährigen Auszeichnung lautet „Arbeitswelt der Zukunft“.
Die Förderung beinhaltet neben einem Preisgeld auch einen Forschungsaufenthalt am ZEW Mannheim.

„Normalerweise zeichnen wir unsere Preisträger im Rahmen unseres Neujahrsempfangs aus, was dieses Jahr leider nicht möglich war. Da es uns aber wichtig ist, die Preise persönlich zu übergeben, haben wir die Verleihung auf Ende April terminiert. Damit aber unsere Preisträger, die ja seit Jahresbeginn feststehen, nicht länger warten müssen; möchten wir sie heute bekanntgeben und damit auch eine neue Bewerbungsrunde für den nächsten Wissenschaftspreis ermöglichen“, sagt Carsten Müller, Vorstandssprecher der Volksbank Kurpfalz eG und Vorstandsvorsitzender der Volksbank Weinheim Stiftung.

Der Wissenschaftspreis für die beste Masterarbeit ist mit 2.000 Euro dotiert, der für die beste Dissertation mit 3.000 Euro. „Mit diesem Preis wollen die Volksbank Kurpfalz und das ZEW den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern, die wissenschaftliche Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen in der Metropolregion stärken und hervorragende Forschungsarbeit nach außen sichtbar machen“, beschreibt ZEW-Geschäftsführer Thomas Kohl die Intention des Preises. Wie gut dies gelinge, zeige sich unter anderem daran, dass viele der Preisträger mittlerweile in namhaften Forschungseinrichtungen und Organisationen tätig seien.

Mit dem jährlich vergebenen Wissenschaftspreis zeichnen das ZEW und die Volksbank Weinheim Stiftung Arbeiten aus, die fachliche Exzellenz mit praktischer Relevanz verbinden und die sowohl mit einem empirischen Schwerpunkt als auch  einem originellen Thema punkten können. Die  Dissertation von Lange mit dem Titel: „Empirical Essays on the Nexus of Immigration, Crime, and Attitudes toward Immigration“ wird diesem Anspruch voll und ganz gerecht. Sie umfasst drei wissenschaftliche Aufsätze mit Forschungsergebnissen aus Projekten, in denen Lange die Einstellung der deutschen Bevölkerung zur Zuwanderung untersucht hat. Damit leistet Martin Lange einen wichtigen Beitrag zum Erkenntnisgewinn auf diesem Forschungsgebiet,  indem er die Zustimmung zur oder Ablehnung von Immigration in der deutschen Bevölkerung analysiert und betrachtet, auf welche Determinanten diese zurückzuführen ist.

Die als preiswürdig befundene Masterarbeit von Ralf Landeck trägt den Titel „Chancen und Grenzen der Einführung digitaler Badges in Anlernberufen – Eine Interviewstudie mit verschiedenen Stakeholdern“. Landeck widmet sich in seiner Arbeit den Möglichkeiten so genannter digitaler Badges zur Anerkennung informell erworbener Kompetenzen bei Erwerbstätigen in so genannten Anlernberufen. Digitale Badges sind elektronisch erstellte Zertifikate bzw. Abzeichen, die ihren Trägerinnen und Trägern bestimmte Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse bescheinigen. Die Chancen und Grenzen digitaler Badges für Geringqualifizierte hat Landeck in seiner Arbeit eindrucksvoll dargestellt.

Martin Lange studierte Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Universität Mannheim und promovierte im März 2020 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ralf Landeck absolvierte ein duales Studium bei einer mittelständischen Genossenschaftsbank. Nach einer anschließenden, einschlägigen Beratungstätigkeit in diesem Bereich studierte er Wirtschaftspädagogik an der Universität Mannheim, wo er seine Masterarbeit am „Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik, Lernen im Arbeitsprozess“ anfertigte.

Datum

12.02.2021

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