SEEK-Projekt 2011: Arbeitsteilung, Auslagerung und die Wettbewerbsfähigkeit der wissensbasierten Wirtschaft in Europa

SEEK-Projekt 2011: Arbeitsteilung, Auslagerung und die Wettbewerbsfähigkeit der wissensbasierten Wirtschaft in Europa

Die Fortentwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien und das Wachstum der Schwellenländer China und Indien haben einen Prozess der Auslagerung initiiert, in dem sich manche Wirtschaftsaktivitäten aus Europa weg bewegen. Angemessene wirtschaftspolitische Antworten auf diesen Prozess erfordern ein Verständnis dafür, welche Aktivitäten eher ausgelagert werden und in welchen Bereichen die Stärken der europäischen Wirtschaft auszumachen sind.

Wirtschaftliche Aktivitäten auf der Ebene von Arbeitskräften, Unternehmen und Regionen stellen das Ergebnis eines globalen Handelsprozesses dar, der in Bündeln von integrierten Tätigkeiten resultiert. Die Möglichkeit auszulagern hat die Tätigkeitszusammensetzung und das Beschäftigungswachstum beeinflusst. Manche Tätigkeiten im Produktionsprozess können leicht getrennt voneinander ausgeführt werden, während andere in der Regel eng zusammenhängen und so von niedrigeren Kommunikationskosten profitieren.

Ziel des Projekts war es, das Verständnis der Zusammensetzung von Tätigkeiten unter der Perspektive der Fortentwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und der Globalisierung zu vertiefen.

Auf Unternehmensebene wurde der Zusammenhang zwischen IKT-Intensität, Exportaktivität und Produktivität untersucht. Aktuelle Außenhandelsmodelle leiten eine aufsteigende Rangfolge der Variablen Technologieintensität, Exporttätigkeit und Produktivität her. Die Ergebnisse der empirischen Analyse unterstützen diese Rangfolge für Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, d.h. diese Unternehmen weisen mit zunehmender IKT-Intensität und Exportaktivität eine höhere Arbeitsproduktivität auf. Für Dienstleistungsunternehmen sind die Ergebnisse nicht ganz so eindeutig, was auf die geringere Handelbarkeit von Dienstleistungen zurückzuführen sein dürfte.

Das Forschungsprogramm “Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies (SEEK)” wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert.
 

Projektteam

Irene Bertschek

Irene Bertschek

Leitung
Leitung

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Marianne Saam

Marianne Saam

Senior Researcher

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Fabienne Rasel

Fabienne Rasel

Referentin des Präsidenten

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Ausgewählte Publikationen

Ausgewählte Veranstaltungen

Workshop

SEEK-Workshop: The Divisions of Tasks, Offshoring and the Competitiveness of Europe's Knowledge Economy

Recent developments in ICT and the growth of the emerging economies of China and India have generated a process of offshoring in which some activities move away from Europe. Sound policy responses require…

Kontakt

Leitung, Prof. Dr. Irene Bertschek
Telefon +49 (0)621 1235-178