Zunehmend globalisierte, mobile und digitale Geschäftsmodelle sowie Unternehmensstrukturen haben den Spielraum für Steuerplanungsaktivitäten der Unternehmen erweitert und stellen weiterhin die unkoordinierte Koexistenz nationaler Steuersysteme in Frage. Im Einklang mit den Bestrebungen der OECD, hinsichtlich des Projekts "Base Erosion and Profit Shifting" (BEPS), nimmt die Europäische Kommission eine aktive Rolle im Kampf gegen aggressive Steuerplanung ein. Unter anderem wurden fünf Schlüsselbereiche zur Verbesserung der Effizienz und Gerechtigkeit des internationalen Steuersystems identifiziert und in einem Aktionsplan im Juni 2015 veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wurde am 25. Oktober 2016 erneut ein Vorschlag des Rates für eine gemeinsame (konsolidierte) Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage (G(K)KB) veröffentlicht, wohingegen der ursprüngliche Vorschlag hierzu bereits im März 2011 veröffentlicht wurde. Wie bereits im Hinblick auf den GKKB-Vorschlag von 2011 gezeigt wurde, wird die Einführung harmonisierter Vorschriften zur Besteuerung voraussichtlich spürbare Auswirkungen auf die effektive Steuerlast von Unternehmen in den EU-28-Mitgliedstaaten haben. Daher analysiert und quantifiziert diese Studie jene Effekte mittels des Models „European Tax Analyzer". Darüber hinaus wird ein Vergleich der Gesamtauswirkungen des G(K)KB-Vorschlags 2011 mit denen des neu aufgelegten G(K)KB-Vorschlags 2016 durchgeführt.