Als Konsequenz der Finanzkrise ist die Besteuerung multinationaler Konzerne wieder ganz oben auf der politischen Agenda. Im Jahr 2012 initiierte die Europäische Kommission einen Aktionsplan, der über 30 Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung vorsieht. Im Jahr 2013 wurde eine umfassende Beurteilung der IP-Box-Regime ins Leben gerufen, des Weiteren wurden Anpassungen für hybride Finanzinstrumente sowie die allgemeinen Regeln zur Missbrauchsbekämpfung vorgenommen.

Um die Höhe der Unternehmenssteuern zu bewerten, berechnet das ZEW auf jährlicher Basis vorausschauende effektive Steuersätze für die Europäische Kommission (entsprechend der Devereux-Griffith Methodik). Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der internationalen Besteuerung, modifiziert die Studie das Devereux-Griffith Modell um komplexere Steuerplanungsstrategien von multinationalen Unternehmen und die Existenz von begünstigenden Steuerregimen (z.B. IP -Box Systeme) abbilden zu können.

Auftraggeber

European Commission, DG Taxation and Costums Union , Brüssel , BE

Projektzeitraum

25.06.2015 - 24.06.2016

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