Gegenstand des Vorhabens ist die Frage, ob der Finanzausgleich ein geeignetes Instrument zurBeseitigung allokativer Verzerrungen des Steuerwettbewerbs ist. Zu diesem Zweck soll die Rolledes Finanzausgleichs im Steuerwettbewerb theoretisch und empirisch am Beispiel deutscherGemeinden analysiert werden. Im Rahmen der theoretischen Analyse soll untersucht werden,wie ein optimaler Finanzausgleich unter Berücksichtigung regionaler Heterogenität vonPräferenzen und Technologien ausgestaltet sein muss. Zudem soll analysiert werden, welcheÄnderungen vorzunehmen sind, wenn eine übergeordnete Ebene existiert, die auf die gleicheBemessungsgrundlage zugreift und ggf. zusätzlich in einen föderativen Zusammenhangeingeordnet ist. Die theoretischen Überlegungen münden in eine empirische Untersuchung desEinflusses des Finanzausgleichs für die lokale Finanzpolitik. Anhand eines umfangreichenPaneldatensatzes baden-württembergischer Gemeinden soll untersucht werden, ob sich dietheoretisch vermutete Wirkung des steuerkraftbasierten Finanzausgleichs belegen lässt.Weiterhin soll festgestellt werden, ob der kommunale Finanzausgleich in der Tat geeignet ist, dieIneffizienzen des Fiskal- und Steuerwettbewerbs zu verringern, oder ob alternative Zielsetzungendie Ausgestaltung des Finanzausgleichs unter den Gemeinden besser erklären können.