Die Erwerbstätigkeit von Frauen in Deutschland nimmt kontinuierlich zu. Gleichzeitig sinkt die Geburtenrate. Oft werden diese gegenläufigen Entwicklungen als Hinweis dafür interpretiert, dass Berufs- und Familienleben nur schwer miteinander zu vereinbaren sind. Dem Bund - aber auch den Ländern - stehen mehrere Wege offen, diesen Konflikt mit Hilfe von Maßnahmen der Familien-, Arbeitsmarkt- oder Sozialpolitik zu entspannen.Ziel unseres Forschungsprojekts ist es, die Wirksamkeit dieser Maßnahme zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit zu analysieren. Dabei werden wir uns auf vier verschiedene Themenkomplexe konzentrieren. Erstens beschäftigen wir uns mit den Auswirkungen der gesetzlichen Regelungen zum Erziehungsurlaub auf das Erwerbsverhalten und das Einkommen von Frauen. Zweitens wird untersucht, wie eine Reform des Steuer- und Transfersystems finanzielle Anreize setzen könnte, nach der Geburt eines Kindes ins Erwerbsleben zurückzukehren. Der dritte Schwerpunkt bezieht sich auf die betriebliche Personalpolitik und beschreibt die Verbreitung und die Bedeutung familienfreundlicher Maßnahmen in Unternehmen. Schließlich wollen wir den Zusammenhang von Erwerbstätigkeit und Fertilität anhand von Lebensverlaufsdaten deutscher Frauen untersuchen.

Auftraggeber

Landesstiftung Baden-Württemberg GmbH , Stuttgart , DE

Projektzeitraum

01.11.2003 - 30.04.2006

Kontakt
Kooperationspartner

Prof. Dr. Josef Brüderl, Universität Mannheim, Mannheim, DE
Jette Schröder, Universität Mannheim, Mannheim, DE