In diesem Projekt sollen die Effekte der deutschen Grunderwerbsteuer auf Kommunalfinanzen untersucht werden. 2006 wurde im Zuge der Föderalismusreform die Kompetenz zur Festlegung des Grunderwerbsteuersatzes von der Bundes- auf die Länderebene verlagert. Seitdem haben die meisten Länder den Steuersatz angehoben; von 3,5% auf zwischen 4,5 und 6,5%. Dieses Projekt analysiert, ob die Grunderwerbsteuer, die wichtigste Landessteuer, negative Effekte auf Gemeindeeinnahmen hat. Haushalte und Unternehmen könnten Eigentumserwerb in Bundesländer mit einer vergleichsweise niedrigeren Grunderwerbsteuer verlegen. Dem Bundesland mit der hohen Steuer könnten dadurch Gewerbesteuereinnahmen entgehen, z.B. durch sämtliche Ausgaben, die durch einen Grunderwerb entstehen, oder Grundsteuereinnahmen durch den Bau von neuen Gebäuden. Dieses Projekt ist das erste, das die Effekte der Grunderwerbsteuer auf Gemeindeeinnahmen untersucht und leistet einen wichtigen Beitrag zur fortlaufenden Debatte zu ausgeglichenen Budgets.

Auftraggeber

Wissenschaftscampus MannheimTaxation , Mannheim , DE

Projektzeitraum

01.12.2017 - 31.05.2019

Kontakt
Projektteam

Annika Havlik (Leitung)