Der konventionelle nachsorgende Umweltschutz der vergangenen drei Jahrzehnte hat die Qualität unserer Umwelt verbessert, stößt heute jedoch zunehmend an technische und vor allem ökonomische Grenzen. Diffuse Emissionsquellen, wie sie Produkte auf ihrem gesamten Lebensweg darstellen, werden gegenüber singulären Emittenten (z.B. Industrieanlagen) immer bedeutender. Hier setzt das Konzept der Integrierten Produktpolitik (IPP) an, deren Ziel die Verringerung der Umweltauswirkungen von Produkten während ihres gesamten Lebenszyklus ist. Eine zentrale Frage der IPP ist, wie sich die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und die Annahme durch die Konsumenten effizient bewerkstelligen lässt. Maßnahmen der IPP haben in letzter Zeit verstärkt an Bedeutung gewonnen. Organisationen wie die OECD, UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung und die EU-Kommission haben Initiativen für IPP gestartet. Untersuchungsgegenstand dieses ZEW-Projektes war ausschließlich die Ebene der Unternehmen, denn diese nehmen bzgl. der ökologischen Optimierung von Produkten bei der Produktkonzeption und -entwicklung zweifellos eine entscheidende Rolle ein. Konkret sollten mit diesem Projekt umweltfreundliche Produktinnovationen analysiert werden.

Die Untersuchung erfolgte methodisch mit Fallstudien sowie mit einer Breitenbefragung bei Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in der Bundesrepublik Deutschland. Mit den Fallstudien wurde unter anderem versucht, die durch IPP in Gang gesetzten Innovationsprozesse besser zu verstehen. Zudem stellten die Fallstudien eine wichtige Grundlage für die Entwicklung des Fragebogens der Breitenbefragung dar. Als Ergebnis der Fallstudien wurden ein Satz von Hypothesen und damit zusammenhängende Wirkungsmodelle entwickelt, die dann für den Fragebogen der Breitenbefragung zu Variablen verdichtet und überprüft werden konnten. Die Breitenbefragung sollte repräsentative Aussagen zur IPP ermöglichen. Mit den Daten der Breitenbefragung konnten statistisch-deskriptive und ökonometrische Analysen durchgeführt werden. Die ökonometrische Analyse der Determinanten von Umweltinnovationen erfolgte mit diskreten Entscheidungsmodellen d.h. mit binären Logitmodellen sowie mit multinomialen Logit- und Probitmodellen.

Ausgewählte Publikationen

Beiträge in referierten Fachzeitschriften

Rehfeld, Katharina-Maria, Klaus Rennings und Andreas Ziegler (2007), Integrated Product Policy and Environmental Product Innovations: An Empirical Analysis, Ecological Economics 61 (1), 91-100.

Monographien, Beiträge in Sammelbänden

Ziegler, Andreas (2005), A Comparison Between Multinomial Logit and Probit Models, in: Scarpa, Riccardo und Anna Alberini (eds.) Applications of Simulation Methods in Environmental and Resource Economics, Springer Publisher, Dordrecht, The Netherlands, Chapter 6, 97-116.

Discussion Papers und Working Papers

Rehfeld, Katharina-Maria, Klaus Rennings und Andreas Ziegler (2004), Integrated Product Policy and Environmental Product Innovations: An Empirical Analysis, ZEW Discussion Paper No. 04-71, Mannheim. Download

Projektzeitraum

01.01.2002 - 31.03.2004

Kontakt

Dr. Klaus Rennings
Katharina Türpitz
Prof. Dr. Andreas Ziegler

Projektteam

Dr. Klaus Rennings
Katharina Türpitz
Prof. Dr. Andreas Ziegler