Im Rahmen eines Forschungssymposiums am 27. Oktober 2009 begrüßte der Forschungsbereich Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement eine Delegation aus dem finnischen Institut für Waldforschung "Metla". Metla ist mit über 800 Mitarbeitern Europas größtes Forschungszentrum für forstwirtschaftliche Fragestellungen. Die finnische Delegation bestand aus fünf Forschern mit naturwissenschaftlichem und ökonomischem Hintergrund, die sich unter anderem mit der Modellierung der Forst- und Energiewirtschaft befassen.

Forstwirtschaftliche Fragestellungen sind im waldreichen Finnland sehr eng mit energie- und klimaökonmischen Themen verbunden, etwa über die Nutzung von Biomasse als Energieträger oder aufgrund der Funktion von Holz und Waldboden als Kohlenstoffsenken. Weitere Forschungsschwerpunkte in Metla sind das Verhalten privater Forsteigentümer, die Produktion von Papier und Zellstoffen unter geänderten klimatischen Umweltbedingungen und die ökonomische Bewertung von Politikmaßnahmen. Hieraus ergeben sich Schnittpunkte mit den Arbeiten des ZEW, beispielsweise auf dem Gebiet der Modellierung ökonomischer Zusammenhänge mittels rechenbarer allgemeiner Gleichgewichtsmodelle und bei der Erforschung von Anpassung an den Klimawandel. Augenblicklich ist eine Forscherin von Metla als Gastwissenschaftlerin am ZEW, um gemeinsam mit ZEW Wissenschaftlern die Auswirkungen des EU-Energie- und Klimapaketes auf die Wettbewerbssituation der Papier- und Zellstoffindustrie zu untersuchen. Dazu soll das von Metla entwickelte Partialmodel der Papier- und Zellstoffindustrie mit dem rechenbaren Gleichgewichtsmodell PACE des ZEW gekoppelt werden. Während des Symposiums ergab sich nach den entsprechenden Vorträgen eine weitere lebhafte Diskussion über die Möglichkeiten, die internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesen Themenfeldern auszubauen und weitere konkrete Kooperationsmöglichkeiten ausloten.

 

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E-Mail: osberghaus@zew.de

Datum

05.11.2009

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