Beijing-Humboldt-Forum 2014 in Kooperation mit dem ZEW

Forschung

Gemeinsam mit der University of International Business and Economics (UIBE) und der Alexander von Humboldt-Stiftung organisierte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) vom 19. bis 21. September 2014 in der chinesischen Hauptstadt das diesjährige Beijing-Humboldt-Forum. Mitarbeiter des ZEW präsentierten im Rahmen des Forums aktuelle Forschungsergebnisse zur chinesischen Klimapolitik sowie zur Entwicklung der CO2- und Materialverbrauchsintensität. Das Forum stand unter dem Motto „Cultural Heritage and Green Economy – Technological Innovation, Industrial Growth & Green Mobility“ und hatte das Ziel, die Forschungskooperation zwischen Deutschland und China auf diesen Feldern zu stärken.

Neben der Beteiligung an der allgemeinen Organisation des Humboldt-Forums koordinierte das ZEW eine wissenschaftliche Session. Dort referierten die ZEW-Wissenschaftler Dr. Sebastian Voigt und Frank Pothen aus dem Forschungsbereich „Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement“ über die Entwicklung verschiedener Treiber von CO2- bzw. Materialverbrauchsintensität. In einem Plenumsvortrag diskutierte Sebastian Voigt außerdem die Ausgestaltung eines potentiellen nationalen Emissionshandelssystems in China. Um die Veranstaltung vorzubereiten und um die Zusammenarbeit zwischen dem ZEW und der UIBE weiter auszubauen, war Prof. Dr. Xiaohu Feng von der UIBE bereits im Sommer 2014 Gast am ZEW.

Vielfältige Vorträge zu nachhaltigem Wachstum, Innovationen und Kultur

Die Veranstaltung bot rund 120 Teilnehmern aus Wissenschaft und Politik interessante Vorträge zum Potenzial Chinas für einen nachhaltigen Wachstumspfad vor dem Hintergrund eines rasanten Wirtschafts- und vor allem industriellen Wachstums bei steigender Umweltverschmutzung. Zentrale Themen waren dabei die Rolle technologischer Innovationen, grüne Mobilität, Chinas Weg in die Marktwirtschaft sowie kulturelle Aspekte, die die Zusammenarbeit zwischen China und der westlichen Welt betreffen. Als weitere Co-Organisatoren beteiligten sich das Institute of Global Low-carbon Economy, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) sowie die Fachhochschule Oberösterreich.

Forum für interdisziplinären Dialog

Ein wesentliches Element der Veranstaltung war der interdisziplinäre Dialog, der für eine ganzheitliche Identifizierung und Betrachtung der zukünftigen Herausforderungen einer grünen und nachhaltigen Zivilisation von zentraler Bedeutung ist. Hochkarätige Referenten aus unterschiedlichen Disziplinen stellten verschiedene Sichtweisen und Lösungsansätze vor. So bereicherten beispielsweise Ökonomen, Germanisten, Physiker sowie Ingenieure die Diskussion, ganz im Sinne der fachlichen und internationalen Vernetzung im Rahmen des Humboldt-Forums.