Der ZEW-Indikator liegt bei plus 28,1 Punkten

Nach der kontinuierlichen Verbesserung über den Sommer verschlechtern sich die Erwartungen im Oktober. Der ZEW-Index sinkt um 6,6 Punkte und beträgt nun plus 28,1 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage verzeichnet dagegen erneut eine kräftige Erhöhung. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 35,9 Punkten um 11,2 Punkte über dem Vormonatswert. 

ZEW-Index

„Die deutsche Wirtschaft kommt langsam aus der Stagnation heraus, doch der Aufschwung trägt sich nicht selbst. Privater Konsum und private Investitionen bleiben schwach, weil hohe Energiepreise die Realeinkommen drücken, die Produktionskosten erhöhen und die Inflation länger auf einem höheren Niveau halten“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. h. c. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse. 

Zu Beginn des vierten Quartals zeichnet sich ein gemischtes Bild unter den einzelnen Branchen ab. Die Banken und Versicherungen, die zuletzt kräftige Anstiege verzeichnet haben, sinken im Oktober stark um minus 18,4 bzw. minus 9,0 Punkte. Mit jeweils 34,5 und 37,4 Punkten verbleiben diese dennoch deutlich im positiven Bereich. Weitere Rückgänge verzeichnen die Dienstleistungen (minus 6,8 gegenüber dem Vormonat) und Telekommunikation (minus 8,2 Punkte). Die Aussichten für den privaten Konsum verschlechtern sich. Positive Impulse zeigen die Stahl- und Metallproduktion sowie die Elektrobranche. 

Die Erwartungen für die Eurozone sinken erneut im Oktober. Der Index liegt mit einem Saldo von plus 18,5 Punkten um minus 7,3 Punkte niedriger als noch im Vormonat. Die Bewertung der Lage bleibt weitgehend unverändert bei minus 14,8 Punkten (minus 0,9 Punkte gegenüber September).

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