Die wirtschaftlichen Perspektiven für die neuen Bundesländer hängen eng mit den Innovationsaktivitäten ostdeutscher Unternehmen zusammen. Diese gelten gegenwärtig allgemein als zu gering und werden mit der zu niedrigen Forschungsintensität begründet. Solche Einschätzungen vernachlässigen die nachteilige ostdeutsche Wirtschafts- und Unternehmensgrößenstruktur. Berücksichtigt man diese, dann führen ostdeutsche Unternehmen häufiger und mit einer höheren Intensität Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) durch als westdeutsche Firmen. Die Autoren untersuchen vor diesem Hintergrund empirisch, welche Bedeutung den FuE in der Industrie für die Zukunft der ostdeutschen Wirtschaft zukommt, von welchen Einflußgrößen diese Entwicklung abhängt und welche Herausforderungen an die Technologiepolitik gestellt werden. In alternativen Szenarien wird der künftige Bestand an FuE-Personal in den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes Ostdeutschlands geschätzt. Die Autoren sind ausgewiesene Experten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, der Prognos AG, Basel, der Sozialökonomischen Strukturanalysen GmbH, Berlin, und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).

Spielkamp, Alfred, Gerhard Becher, Marian Beise, Johannes Felder, Andreas Fier, Reinhold Kowalski, Werner Meske, Siegrfied Ransch, Wilhelm Ruprecht und Reinhard Schüssler (1998), Industrielle Forschung und Entwicklung in Ostdeutschland, Bd. 29, Nomos-Verlag, Baden-Baden. Download

Autoren

Spielkamp, Alfred
Becher, Gerhard
Beise, Marian
Felder, Johannes
Fier, Andreas
Kowalski, Reinhold
Meske, Werner
Ransch, Siegrfied
Ruprecht, Wilhelm
Schüssler, Reinhard

Schlagworte

Industriestruktur, Unternehmen, Technologie, Start-ups, Transformationsprozess, Ostdeutschland