Die Bundesrepublik Deutschland war in den vergangenen Jahren einer Migration solchen Ausmaßes ausgesetzt wie nie zuvor in ihrer Geschichte. Zwischen 1989 und 1993 stieg die Bevölkerung in Westdeutschland zuwanderungsbedingt um knapp vier Millionen an. Konnte der westdeutsche Arbeitsmarkt innerhalb so kurzer Zeit einen Zustrom von Millionen von Arbeitskräften verkraften? Konnte die deutsche Migrationspolitik ihrem Anspruch genügen, einheimische Arbeitnehmer vor möglichen negativen Folgen der Migration zu schützen? Wie ist es den Migranten selbst auf dem deutschen Arbeitsmarkt ergangen? Die Monographie arbeitet diese Fragen sukzessive auf. Sie beginnt mit einer detaillierten Darstellung der wichtigsten institutionellen Regelungen der Zuwandererbeschäftigung. Die Arbeitsmarktsituation von Zuwanderern und Ausländern wird auf der Basis aktuellen Zahlenmaterials ausführlich und kritisch beschrieben. Es folgen eigene empirische Analysen zur Arbeitsmarktdiskriminierung in Deutschland sowie - als Schwerpunkt des analytischen Teils - zu den Auswirkungen der Zuwanderung auf die einheimischen Arbeitnehmer.

Velling, J. (1995), Immigration und Arbeitsmarkt, Bd. 6, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden.