Den im Transformationsprozess umgewandelten Betriebsteilen der ehemaligen DDR ist es bislang nicht gelungen, die für Ostdeutschland erforderliche Leistungsfähigkeit aufzubauen. Hoffnungen verbinden sich aus diesem Grund insbesondere mit innovativen neuen Unternehmen, die wesentlich zur Etablierung eines wettbewerbsfähigen Unternehmenssektors beitragen und zugleich wichtige Impulse für die technologische Entwicklung geben sollen. Im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen ostdeutsche Unternehmensgründungen in technologieintensiven Wirtschaftszweigen im Zeitraum von 1991 bis 1994. Dargestellt werden sowohl die Umwandlungen ehemaliger DDR-Unternehmen als auch die komparativen Vorteile alternativer Gründungsformen. Auf der Basis multivariater Analysen wird die Bedeutung regionalspezifischer Einflussfaktoren für das Gründungsgeschehen in den ostdeutschen Kreisen untersucht. Die forschungsinfrastrukturelle Ausstattung (z.B. Hochschulen, FuE-Personal in Unternehmen) erweist sich als wichtiger Faktor. Nicht bestätigt werden kann die Hypothese posi¬tiver Effekte der Arbeitslosigkeit auf die Zahl der Gründungen.

Felder, Johannes, Andreas Fier und Eric Nerlinger (1997), Im Osten nichts Neues?, Dietmar Harhoff (Hrsg.), Unternehmensgründungen - Empirische Analysen,, Bd. 7, Nomos-Verlag, Baden-Baden.

Autoren

Felder, Johannes
Fier, Andreas
Nerlinger, Eric

Schlagworte

High-Tech, Technologie, Ostdeutschland, Neue Länder, Transformationsprozess, Start-ups, Gründungen, Regionen