Die Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) hat innerhalb der letzten zwanzig Jahre zu Produktivitätssteigerungen in den Industriestaaten geführt. Auf Unternehmensebene ermöglichen IKT, Geschäftsprozesse neu zu organisieren sowie neue Produkte und Dienstleistungen einzuführen. Allerdings verursachen IKT-basierte Strategien auch Kosten aufgrund der zunehmenden Komplexität solcher Prozesse. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass die Nachfrage nach IKT-bezogenen Beratungsdienstleistungen innerhalb der letzten Jahre stetig zugenommen hat. Diese Studie untersucht den Einuss von IKT-Beratungen auf den Unternehmenserfolg. Die Studie ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil wird ein theoretisches Modell entwickelt, das den Effekt von IKT-Beratungen auf die Innovationsfähigkeit von heterogenen Unternehmen untersucht. Im zweiten Teil werden einige Ergebnisse des theoretischen Modells einer empirischen Analyse unterzogen. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass IKT-bezogene Beratungsdienstleistungen den Wert von eingeführten Produkt- und Prozessinnovationen negativ beeinussen. Darüber hinaus weisen Unternehmen, die weniger produktiv sind, höhere Innovationsanreize auf. Die theoretisch abgeleitete Hypothese, dass die Wahrscheinlichkeit IKT-bezogene Beratung in Anspruch zu nehmen umso größer ist, je geringer das Produktivitätsniveau eines Unternehmens, lässt sich empirisch nicht belegen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unternehmen ihr Innovationsportfolio durch IKT-Beratung optimieren.

Cerquera, Daniel (2008), ICT, Consulting and Innovative Capabilities, ZEW Discussion Paper No. 08-127, Mannheim. Download

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ICT Consulting, Competition and Innovation