Aufgrund überhöhter Stickstoffdioxidwerte in deutschen (Innen)-Städten und einer drohenden Klage der EU entspann sich über den Sommer 2018 hinweg eine Diskussion über kostenlosen öffentlichen Nahverkehr als möglichen Lösungsansatz. Angeregt wurde diese Diskussion durch die Ankündigung der Bundesregierung alternative Mobilitätskonzepte und insbesondere günstigere Preise in fünf Modellstädten zu erproben. An diesen fast kostenlosen Nahverkehr werden hohe Erwartungen nicht nur bezüglich der Umweltqualität, sondern auch bezüglich der Verbesserung der sozialen Partizipation gestellt. In diesem Artikel geben wir eine Einschätzung über die Erfolgsaussichten dieses umweltpolitischen Instruments ab und legen dar, welchen Herausforderungen die Modellstädte bei der Einführung gegenüberstehen. Dabei werden insbesondere mögliche Preis- und Verhaltenswirkungen ausführlich diskutiert.

Eichenseer, Michael und Christiane Reif (2018), (Fast) kostenloser Nahverkehr: Dominanz der Preis- oder Verhaltenswirkung?, Zeitschrift für Umweltpolitik & Umweltrecht (ZfU) 4, 413-421. Download

Autoren

Eichenseer, Michael
Reif, Christiane

Schlagworte

öffentlicher Nahverkehr, ÖPNV, Umweltqualität, Verhalten