Mit der Digitalisierung gehen zahlreiche positive Entwicklungen einher: Neue Produkte und Dienste entstehen, Unternehmensabläufe werden flexibler und effizienter, die Kommunikation mit verschiedenen Akteuren wird erleichtert. Volkswirtschaftlich betrachtet entstehen daraus Produktivitätspotenziale, die Wachstum und Wohlstand ermöglichen. Jedoch vergrößert sich durch die zunehmende Digitalisierung und die digitale Vernetzung auch die Fläche für digital ausgeführte Angriffe auf Unternehmen und Institutionen. Sicherheit beschränkt sich daher nicht mehr nur auf die eigentliche IT-Infrastruktur wie Server, Rechner und Software, sondern erstreckt sich auf den so genannten Cyberraum. Je digitaler und vernetzter Produkte und Prozesse, Dinge und Dienste, umso angreifbarer sind sie. Cybersicherheit zu gewährleisten stellt Unternehmen daher vor große Herausforderungen. Auf Grundlage einer Befragung von Unternehmen der Informationswirtschaft und des Verarbeitenden Gewerbes wurde untersucht, wie Unternehmen die Gefährdung durch Cyberrisiken einschätzen und welche Bedeutung sie für die Innovationstätigkeit hat. Dabei wird auch das Ausmaß der Digitalisierung in den Unternehmen berücksichtigt.

Bertschek, Irene und Rebecca Janßen (2020), Cybersicherheit und Innovationen, Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, ZEW-Kurzexpertise Nr. 20-01, Mannheim. Download