Magere Zeiten für das deutsche Transportgewerbe

Das deutsche Transportgewerbe muss sich auf magere Zeiten einstellen. Ob Binnenschifffahrt, Luft- und Seeverkehr, Gütertransport auf der Strasse oder der Schiene, bei fast allen Verkehrsträgern ist im Vergleich zu den zurückliegenden Quartalen im kommenden halben Jahr mit einem deutlichen Rückgang der Transportmengen zu rechnen. Allein die Nachfrage nach Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP) wird noch als relativ stabil eingeschätzt. Bei den Preisen haben sich die Erwartungen ebenfalls verändert. Sie werden sinken. Ein Grund dafür sind die deutlich geringeren Treibstoffkosten. Ausserdem macht es der zunehmende Wettbewerb aufgrund der geringen Nachfrage zu einem Problem für die Unternehmen des Transportgewerbes, höhere Kosten durch Mauterhöhungen und durch die Verteuerung der Kapitalbeschaffung an die Kunden weiterzugeben. Dies ist das Ergebnis des aktuellen TransportmarktBarometers ProgTrans/ZEW, einer vierteljährlichen Befragung von rund 300 Spitzenkräften aus der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft, die von der ProgTrans AG, Basel, und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, durchgeführt wird.