Das ZEW Mannheim hat zum 22. Mal den Heinz König Young Scholar Award vergeben. In diesem Jahr geht der Forschungspreis an Elisa Gerten von der Universität Basel für ihre Arbeit „Information and Communication Technology. Hierarchy, and Job Design“, die gemeinsam mit Michael Beckmann, ebenfalls von der Universität Basel, und Matthias Kräkel von der Universität Bonn verfasst wurde. Die prämierte Arbeit untersucht, wie der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) die Gestaltung von Arbeitsplätzen verändert hat.

Elisa Gerten, Luka Mucic und Irene Bertschek halten die Preis-Urkunde gemeinsam in Händen
Elisa Gerten von der Universität Basel hat von SAP-Vorstand Luka Mucic und ZEW-Digitalökonomin Prof. Dr. Irene Bertschek (vlnr.) den diesjährigen Heinz König Young Scholar Award erhalten.

Der jährlich vom ZEW verliehene Heinz König Young Scholar Award ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet zusätzlich das Angebot eines mehrmonatigen Forschungsaufenthalts am ZEW. Der Forschungspreis wird stets von einem Mitglied im ZEW – Förderkreis Wissenschaft und Praxis e.V. gestiftet, in diesem Jahr von der SAP SE. Luka Mucic, Finanzvorstand des Unternehmens, beglückwünscht die Preisträgerin: „Es ist für mich sowie meine Kolleginnen und Kollegen im ZEW-Förderkreis eine besondere Freude, junge, vielversprechende Forschende zu fördern. Die Ergebnisse der prämierten Arbeit sind auch für ein großes Unternehmen wie SAP mit verschiedenen Organisationseinheiten und -ebenen besonders relevant. Es ist wichtig für uns zu verstehen, welche Auswirkungen flexible Arbeitsmodelle auf die Organisation und Mitarbeitenden haben und wie wir auch zukünftig attraktive Arbeitsplätze gestalten können. Wir verfolgen daher die evidenzbasierte Forschung zu diesem Thema mit großem Interesse.“

Die prämierte Studie zeigt, dass der Einsatz von IKT das Monitoring beispielsweise durch Mitarbeitergespräche, Leistungszielvereinbarungen und Leistungsbewertungen erleichtert. Dies gilt gleichermaßen für leitende und nichtleitende Angestellte. Für leitende Angestellte ermöglicht der Einsatz von IKT zwar auch mehr Autonomie etwa durch Homeoffice, jedoch überwiegen die Auswirkungen zu einer stärker zentralisierten Arbeitsgestaltung, so die Kernergebnisse der Studie. „Die Arbeit von Elisa Gerten verbindet ein elegantes theoretisches Modell mit einer fundierten empirischen Analyse und befasst sich mit einer hoch aktuellen Fragestellung. Es ist wichtig zu verstehen, welche Auswirkungen die Nutzung von IKT auf die Arbeitsgestaltung hat, denn dies wiederum beeinflusst die Innovationsfähigkeit und Produktivität von Beschäftigten und Unternehmen“, erklärt Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“, die Auswahl.

Über den Heinz König Young Scholar Award

Der Heinz König Young Scholar Award ist nach dem im Jahre 2002 verstorbenen Gründungsdirektor des ZEW, Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz König, benannt und würdigt hervorragende empirische Arbeiten junger Wirtschaftswissenschaftler/innen. Das ZEW will mit dem Preis der Vielzahl an Auszeichnungen für arrivierte Forscher/innen keine weitere hinzufügen, sondern – ganz im Sinne von Heinz König – der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses den Vorzug geben.

Der Heinz König Young Scholar Award 2022 wurde erstmalig im Rahmen einer der Flaggschiff Konferenzen des ZEWs verliehen. Ein PhD Workshop am Rande der ZEW-Konferenz zum Thema Economics of Information and Communication Technologies befasste sich mit aktuellen Themen und Methoden der Informations- und Kommunikationstechnologie und hatte zum Ziel, den wirtschaftswissenschaftlichen Nachwuchs zu qualifizieren. Aus rund 140 Einreichungen für die diesjährige Konferenz, darunter 60 von Promovierenden, wurden sechs Doktoranden/-innen ausgewählt, um ihre Forschungsarbeiten mit anderen Nachwuchswissenschaftlern/-innen und renommierten Forschern/-innen zu diskutieren und sich für den Heinz König Award zu bewerben.

Datum

08.07.2022

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