Die Volksbank Weinheim Stiftung und das ZEW Mannheim haben den Wissenschaftspreis „Zukunft der Arbeitswelt“ 2021 an Dr. Jan Kinne vergeben. Die Arbeit von Kinne zeigt auf, dass durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI), themengesteuert Unternehmenswebseiten hochfrequent und vollautomatisiert online ausgewertet werden können. Derzeit werden solche Recherchen überwiegend durch Spezialunternehmen manuell, sprich durch Menschen gemacht. Seine Anwendungsbeispiele sind dabei die Innovationstätigkeit der Unternehmen und die Betroffenheit der Unternehmen von der Corona-Pandemie.

9.Wissenschaftspreises zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Die Volksbank Weinheim Stiftung und das ZEW Mannheim schrieben im Jahr 2021 zum neunten Mal den Wissenschaftspreis „Zukunft der Arbeitswelt“ aus.

Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse hat Kinne bereits in die Praxis übertragen und zusammen mit seinem Geschäftspartner und Koautor Dr. David Lenz das Start-Up istari.ai gegründet. ZEW-Ökonom Kinne fasst die bisherigen Erfahrungen zusammen: „Es ist wahnsinnig spannend, im Start-Up den Forschungsansatz praktisch weiterzuentwickeln und als innovatives Produkt auf den Markt zu bringen. Die erste Resonanz ist sehr positiv und stimmt uns zuversichtlich, dass wir in den nächsten Jahren weiter durchstarten können.“

Jury-Mitglied und ZEW-Geschäftsführer Prof. Thomas Kohl sagte anlässlich der Auswahl von Kinne: „Besonders lobenswert ist, dass Jan Kinne auf Basis seiner Arbeit eine erfolgreiche Ausgründung vorgenommen hat. Einmal mehr zeigt das den innovativen und praxisrelevanten Charakter der Forschung am ZEW.

Carsten Müller, Sprecher des Vorstands der Volksbank Kurpfalz eG und ebenfalls Mitglied der Jury, unterstreicht: „Der Wissenschaftspreis und die Kooperation mit dem ZEW ermöglichen uns den Transfer wissenschaftlicher Arbeit und Forschung in die Praxis. Die Arbeit von Dr. Kinne zeigt dies im Besonderen in dem auch für uns immer wichtiger werdenden Bereich der Künstlichen Intelligenz.“ Müller weiter: „Gerne hätten wir den Preis wieder im Rahmen unseres Neujahrsempfangs überreicht, den wir leider absagen mussten. Wir werden aber einen passenden Rahmen finden, um diese ausgezeichnete Arbeit angemessen zu würdigen.“

Insgesamt hob die Jury aus Vertretern der Volksbank Weinheim Stiftung und des ZEW Mannheim hervor, dass Kinne durch die Nutzung von KI die Aktualität statistisch belastbarer Informationen deutlich beschleunigen und detaillieren kann. So konnte Kinne deutliche, regionale Unterschiede in der Belastung der Unternehmen durch die Corona-Pandemie im April, Mai und Juni 2020 aufzeigen.

Mit dem Wissenschaftspreis zeichnen die Volksbank Weinheim Stiftung und das ZEW Mannheim jedes Jahr hervorragende Dissertationen und Masterarbeiten auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften aus. Der Preis wurde in diesem Jahr bereits zum neunten Mal vergeben.

Die Auswahl der zahlreichen Einreichungen erfolgt durch eine Jury, der folgende Personen angehören: Von Seiten der Volksbank Weinheim Stiftung, Carsten Müller (Vorsitzender des Vorstandes), Klaus Steckmann (Mitglied des Vorstandes) und Prof. Dr. Rolf-Jürgen Ahlers (Honorarprofessor an der Technischen Universität, Darmstadt) sowie von Seiten des ZEW Prof. Achim Wambach, PhD, (ZEW-Präsident), Prof. Thomas Kohl (Kaufmännischer Direktor ZEW, Gastprofessor an der University of International Business and Economics (UIBE) in Peking, China, sowie der Shandong University of Finance and Economics (SDUFE) in Jinan, China), Prof. Dr. Irene Bertschek (Leiterin des Forschungsbereichs Digitale Ökonomie und Mitglied der Expertenkommission Forschung und Innovation - EFI), PD Dr. Friedhelm Pfeiffer (Kommissarischer Leiter des Forschungsbereichs Arbeitsmärkte und Personalmanagement) und Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Franz (bis Februar 2013 Präsident des ZEW und Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung).