Die Innovationsaktivitäten im deutschen Verarbeitenden Gewerbe und Bergbau haben weiter zugenommen. Der Anteil innovativer Unternehmen an allen Unternehmen dieser Sektoren hat 1997 ein Niveau von 66 Prozent gegenüber 60 Prozent im Vorjahr erreicht. Trotz deutlich schrumpfender Unternehmenszahlen im Verarbeitenden Gewerbe und Bergbau ist die Zahl innovativer Unternehmen auch absolut gestiegen und hat erstmals seit 1992 wieder die Marke von 40.000 überschritten. Dies geht aus der neuen Innovationsumfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW); Mannheim, hervor. Das ZEW hat im Jahr 1998 im Rahmen einer repräsentativen Erhebung 5745 Unternehmen zu ihren Innovationsaktivitäten befragt und die Ergebnisse für Deutschland hochgerechnet. Nach den Berechnungen des ZEW sind auch die Innovationsaufwendungen deutlich auf 108 Milliarden Mark gestiegen und erreichen einen Anteil am Umsatz von 5,2 Prozent. Der zum Teil konjunkturell bedingte Einbruch der Innovationsaktivitäten zu Beginn der 90er Jahre ist somit überwunden.

Bei innovativen Unternehmen hat sich die Beschäftigung bei 5,7 Millionen weitgehend stabilisiert. Im gesamten Verarbeitenden Gewerbe und Bergbau nimmt sie allerdings weiterhin ab. Trotz dieser insgesamt positiven Bilanz zeichnen sich Probleme im deutschen Verarbeitenden Gewerbe und Bergbau vor allem in Unternehmen aus den neuen Bundesländern, Unternehmen aus wenig FuE-orientierten Industriezweigen und Unternehmen mittlerer Größe mit 200 bis 500 Beschäftigten ab. So verläuft die Entwicklung in den neuen Bundesländern weiterhin instabil. Bei wenig FuE-orientierten Unternehmen stagnieren die Innovationsaufwendungen, und die Innovationsaktivitäten mittelständischer Unternehmen gehen sogar zurück.

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Dr. Norbert Janz, E-Mail: janz@zew.de

Datum

27.07.1999

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