KEP-Dienstleistungen (Kurier-, Express- und Paketdienste) weisen aktuell sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern wie Polen einen starken Wachstumstrend auf. Mit den steigenden Bedürfnissen nach KEP-Dienstleistungen wachsen auch der Ressourcenverbrauch und die daraus resultierende Umweltbelastung. Gleichzeitig bieten KEP-Dienste mit ihrer komplexen Kette aus Transport- und Logistikelementen ein vielschichtiges Potenzial, um nachteilige Umwelteffekte zu reduzieren. Dies gilt sowohl für KEP-Sendungen zwischen Unternehmen (business-to-business Dienstleistungen) wie auch zwischen Privatpersonen und Unternehmen. In einem Feldexperiment, das von dem Projektteam dieses Projekts in Kooperation mit einem polnischen Kurierdienstleister durchgeführt wurde, wurde die Bereitschaft von Firmen zum freiwilligen Ausgleich von CO2-Emissionen untersucht.
Die Ergebnisse aus dieser ersten feldexperimentellen Analyse mit vornehmlich Firmenkunden werdne nun um die Perspektive der Endkunden ergänzt. Dazu führen die Wissenschaftler/innen eine Umfrage mit einer repräsentativen Stichprobe der polnischen Bevölkerung - als finale Endkunden in der Wertschöpfungskette - durch. Mithilfe der Befragungsdaten erhebt das Projektteam insbesondere die Zahlungsbereitschaft für den freiwilligen CO2-Ausgleich auf Individualebene. Diese Erkenntnisse zum Verhalten von Individuen sollen die Beobachtungen zu freiwilligem CO2-Ausgleich von Kurierdienstleistungen im Kontext polnischer business-to-business Beziehungen, die bereits auf Firmenebene gemacht wurden, spiegeln. Durch die geplante Ausweitung des bisherigen Projektansatzes kann die Entscheidungssituation der komplexen Lieferbeziehungen somit um eine wissenschaftlich relevante Perspektive erweitert werden.

Projektzeitraum

01.03.2020 - 31.12.2020

Kontakt
Kooperationspartner

Prof. Michael Price, Culverhouse College of Business, University of Alabama, Alabama, US
Prof. Anna Bartczak, Warsaw University, Faculty of Economic Sciences, Warschau, PL