Seit der Einführung umweltpolitischer Regulierungen in den 1970er Jahren wurde viel über ihre möglichen Auswirkungen auf die betroffenen Unternehmen diskutiert. Politiker und Unternehmensvertreter befürchten, dass unvollständige Regulierungen die Wettbewerbsfähigkeit betroffener Unternehmen beeinträchtigen oder umweltbelastende Produktionsprozesse in weniger streng regulierte Teile der Welt verlagern könnten. Dem widerspricht die sogenannte Porter-Hypothese. Sie argumentiert, dass eine strengere Umweltpolitik tatsächlich sogar einen positiven Nettoeffekt auf die Wettbewerbsfähigkeit der regulierten Unternehmen haben kann, da eine solche Politik kostensenkende Effizienzsteigerungen und Innovationen fördern kann.


Ziel dieses Projekts ist die Erstellung eines neuen europäischen Datensatzes auf Unternehmensebene, der Informationen über Umweltverschmutzung und wirtschaftliche Kennzahlen vereint. Als erste Anwendung in diesem Projekt werden wir die Auswirkungen einer bestimmten Umweltregulierung, nämlich die Bereitstellung von Informationen über Umweltverschmutzung, auf die Unternehmensleistung und das Innovationsverhalten in Deutschland analysieren. Um zukünftige Projekte zu initiieren und die europaweite Zusammenarbeit zu fördern, werden wir eine wissenschaftliche Konferenz mit international renommierten Forschern/-innen auf diesem Gebiet veranstalten.

Projektzeitraum

01.04.2019 - 30.11.2020

Kontakt
Kooperationspartner

Prof. Dietrich Earnhart, University of Kansas, Lawrence, US
Prof. Ulrich Wagner, PhD, Universität Mannheim, Mannheim, DE